Vermittler bewerten eigenen Digitalisierungsstand mit Note 4

Quelle: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Das Thema Digitalisierung scheint für viele Vermittler noch eine große Herausforderung zu sein. Laut aktuellem Stimmungsbarometer der LV1871 stuft nur etwa ein Drittel der befragten Vermittler das eigene Geschäftsmodell als digitalisiert ein.

Ein Großteil der insgesamt 91 befragten Vermittler sieht demnach noch einen Nachholbedarf bei der Digitalisierung: auf einer Schulnotenskala von 1 (vollständig digitalisiert) bis 6 (noch gar nicht digital) bewerteten sich die Vermittler im Durchschnitt mit der Note 4.

Allerdings hat eine deutliche Mehrheit der befragten Vermittler (80 Prozent) nach eigener Einschätzung 2020 einen merklichen Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht. Von den Geschäftspartnern, die bereits Teil des Digital Partner Programms der LV 1871 sind, gaben sogar 88 Prozent an, hier Fortschritte gemacht zu haben, heißt es weiter.

„Wir sehen einen klaren, durch die Auswirkungen der Corona-Krise beschleunigten Trend in Richtung digitaler Beratungsangebote. Online-Beratung allein reicht aber nicht. Um zukunfts- und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Makler über verschiedene digitale Touchpoints mit ihren Kunden interagieren.“

Hermann Schrögenauer, Vorstand der LV1871

Dabei ist die Frage nach einer weiteren Digitalisierung derzeit nur ein Problem der deutschen Vermittlerschaft. So rechnen die Vermittler für 2020 infolge der Corona-Krise mit deutlichen Umsatzeinbußen. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute (BVK) rechnen 62 Prozent der teilnehmenden BVK-Mitglieder mit Umsatzeinbußen von durchschnittlich 20 Prozent.

Zudem hält der leichte Abwärtstrend bei den Versicherungsvermittlern weiter an. Demnach sank die Gesamtzahl im dritten Quartal 2020 laut DIHK-Vermittlerregister um 158 auf noch 196.756 (30.6.2020: 196.914). Zu Jahresbeginn waren allerdings noch 198.452 registrierte Versicherungsvermittler gezählt worden.

Autor: VW-Redaktion

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