Zurich zieht sich aus umstrittenen Pipeline-Projekt zurück

Pipeline (Symbolbild). Bild von David Mark auf Pixabay

Die Trans Mountain Pipeline ist ein umstrittenes Projekt. Die Anlage befördert aus Ölsand gewonnenes Öl und führt durch umweltsensibles Gebiet. Umweltschützer laufen Sturm gegen das Projekt, an dem mehrere deutsche Versicherer beteiligt sind – oder waren. Die Talanx hat sich bereits aus dem Konzept verabschiedet, nun folgt die Zurich.

Die Talanx hatte sich aus dem Kanada-Öl-Projekt zurückgezogen, meldete VWheute im Mai. „Wir haben 2019 eine Option genutzt, um komplett aus dem Projekt auszusteigen“, erklärte das Unternehmen. Andere Versicherer wie die Munich Re sind noch beteiligt, haben allerdings angekündigt, die anstehende Vertragsverlängerung zu prüfen und der neuen Zeichnungsrichtlinie für Ölsande anzupassen. Das sollte auf einen Rückzug hinauslaufen.  

Einige Versicherer sind allerdings noch beteiligt, laut der Non-Profit-Organisation (NGO) Urgewald unter anderem Chubb, Lloyds of London und die angesprochene Munich Re. Die Zurich, bisher der Hauptversicherer des Projekts ist nun laut der Nachrichtenagentur Reuters ebenfalls aus dem Projekt ausgestiegen, gegen das Umweltschützern und indigene Teile von Kanadas Bevölkerung protestierten.

Die Zurich hat sich nicht zum Sachverhalt geäußert, jedoch eine Sprecherin des Pipeline-Projekts, sodass die Meldung als sicher angesehen werden kann. Ein Erfolg auch für die NGO, die den Kampf gegen die Pipeline aber weiterführen möchte.

„Versicherer, die es mit dem Klimaschutz ernst meinen, müssen solche Projekte dringend ausschließen. Jetzt muss auch Munich Re beweisen, dass sie es mit dem Klimaschutz ernst meint und aufhören, die Trans Mountain-Pipeline zu versichern, sobald der Vertrag zur Verlängerung ansteht“, erklärt Regine Richter, Expertin von Urgewald.

Autor: VW-Redaktion

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