“Krise falsch antizipiert”: Swiss Re rechnet branchenweit mit bis zu 80 Mrd. Euro Coronaschäden

Quelle: Bild von Tumisu auf Pixabay

Die Pandemie-Rechnung ist noch nicht gestellt. Das hält aber niemanden in der Erst- und Rückversicherungsbranche von Schätzungen ab. Die Swiss Re hat nun selbst eine Einschätzung vorgenommen, höher als die vieler Marktteilnehmer.

Der Schweizer Rückversicherer rechnet mit Schäden von 50 bis 80 Mrd. Euro für die Versicherungsindustrie. Die kürzlich erfolgten Schätzungen von Berenberg und PeriStrat LLC waren deutlich geringer ausgefallen – VWheute berichtete. Der höchste Schätzwert betrug bis zu 60 Mrd. Euro. Die Swiss Re hat diese Einschätzung nun getoppt.

Ein Grund für die hohen Schäden ist, dass die Branche die Pandemie und deren Folgen nicht “richtig einschätzte”, erklärte Jonathan Isherwood, Swiss Re’s Executive Officer für Reinsurance in Amerika. Obwohl es Modelle für Pandemien gab, haben diese das “Ausmaß der potenziellen Verluste” nicht erfasst. Insbesondere die Kosten in der Betriebsschließungsversicherung wären nicht in dieser Höhe prognostiziert worden.

Fehler erkannt?

Aus der Pandemie könnten “Lektionen gelernt werden”, denn “wir haben die Krise nicht so antizipiert, wie sie schlussendlich eintraf”, erklärt  Isherwood laut insurancebusinessmag. Trotz dieser Fehlkalkulation habe die Branche in der Krise “ihre Resilienz unter Beweis gestellt”, glaubt der Swiss Re-Manager. Die Branche müsse sich nun “erholen” und sicherstellen, dass sie für die kommenden Jahre eine “stärkere Basis” gelegt hat.

Autor: VW-Redaktion

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