Zurich-Chef Greco will CO2 höher besteuern

Mario Greco, Vorstandsvorsitzender der Zurich. Quelle: Zurich

CO2 gilt allgemein hin als Mitverursacher des Klimawandels. Wie der Ausstoß von Kohlendioxid in den kommenden Jahren reduziert werden soll, wird dieser Tage auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erörtert. Zurich-Chef Mario Greco fordert nun eine höhere Besteuerung des Treibhausgases.

„Ich würde gerne Steueränderungen sehen, durch die CO2-Emissionen bei Geschäftsentscheidungen weltweit effektiv bewertet werden. Für unser Unternehmen verpflichte ich mich im nächsten Jahr, schnell und schnell innovative Veränderungen im Einzelhandel, neue Dienstleistungen für Millennials und neue Initiativen im Bereich der sogenannten Well-Care-Pflege zu entwickeln“, sagte der Versicherungsmanager.

Mittlerweile steigen die Versicherer und Rückversicherer zunehmend aus dem Kohlegeschäft aus. Inzwischen haben 17 der weltweit größten Versicherer Kohlegeschäfte reduziert. Sie kontrollieren rund 46 Prozent des Rückversichungs- und knapp 10 Prozent des Direktversicherungsmarktes. Dies ist das Ergebnis der dritten Klimaanalyse zur Versicherungsindustrie des globalen NGO-Netzwerks Unfriend Coal, dessen deutsches Mitglied Urgewald ist.

Die Allianz beispielsweise (Platz sieben im internationalen Versicherer-Ranking) sagte im Mai 2018 zu, ihre Investitionen in Kohle weiter einzuschränken und künftig auch keine Projekte für Kohlekraftwerke und Kohleminen mehr zu versichern. Außerdem will das Unternehmen bis 2040 gänzlich aus dem Geschäft mit Kohle aussteigen.

Zwei Konkurrenten der deutschen Firmen, Swiss Re bzw. Zurich, schließen auch Geschäfte mit Unternehmen im Kohlesektor unter bestimmten Bedingungen aus sowie die Absicherung bereits bestehender Kohleprojekte. Auch im Bereich Teersande haben Talanx und Hannover Re noch großen Verbesserungsbedarf. Beim Abzug von Kohle-Investitionen schneiden sowohl Swiss Re als auch SCOR im Vergleich zum Konkurrenten Hannover Re „deutlich besser“ ab.

Autor: VW-Redaktion