Allianz beteiligt sich an milliardenschwerem Energieprojekt  

Die Allianz investiert in die erste deutsch-britische Stromleitung. Quelle: Ashraf Chemban auf Pixabay

Die Allianz hat ein wichtiges Infrastruktur-Investment getätigt. Unternehmensangaben zufolge haben die Allianz Capital Partners mit einem Konsortium internationaler Banken und Finanzinstitute entsprechende Finanzierungsvereinbarungen für die erste deutsch-britische Stromverbindung NeuConnect unterzeichnet. Das Projekt hat ein Finanzierungsvolumen von 2,8 Mrd. Euro.

Bei NeuConnect handele es sich demnach um einen privat finanziertem Gleichstrom-Interkonnektor – also eine Stromleitung über Ländergrenzen hinweg – der die erste direkte Verbindung zwischen deutschen und britischen Stromnetzen herstellen soll. Dafür werden in der niedersächsischen Region um Wilhelmshaven und auf der britischen Isle of Grain an der Mündung der Themse je ein neues Umspannwerk gebaut.

In beiden Ländern sollen die Vorarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Der eigentliche Baubeginn und die Verlegung der Unterwasserkabel sind für das Jahr 2023 geplant. Mit einer Länge von 725 km wird NeuConnect einer der größten Interkonnektoren weltweit werden. 2028 soll schließlich die Inbetriebnahme erfolgen.

„Angesichts des auch in Zukunft anhaltenden starken Ausbaus von erneuerbaren Energien und der damit einhergehenden Notwendigkeit, die Netzinfrastruktur zu stärken, leistet NeuConnect einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Als einer der weltweit größten Infrastrukturinvestoren freuen wir uns daher besonders, im Auftrag unserer Versicherungskund*innen, das Projekt von Beginn an mitentwickelt zu haben und nun, nach vier Jahren, zu einer erfolgreichen Umsetzung zu bringen“, kommentiert Christoph Holzer, Managing Director bei Allianz Capital Partners.

„NeuConnect wird eine neue wichtige Energieverbindung zu einer Zeit schaffen, in der nachhaltige, widerstandsfähige Verbindungen in ganz Europa noch nie so wichtig waren. Die Realisierung innovativer, hochkomplexer Projekte liegt in der DNA von Meridiam. Als Hauptinvestor von NeuConnect sind wir stolz darauf, den Financial Close für eines der weltweit größten Interkonnektorenprojekte zu erreichen. Dies ist ein bedeutender Meilenstein, der die erste direkte Energieverbindung zwischen Großbritannien und Deutschland einen wichtigen Schritt näherbringt“, ergänzt Julia Prescot, Aufsichtsratsvorsitzende von NeuConnect und Partnerin bei Meridiam.

Bereits 2020 hatte die Allianz bekannt gegeben, beim portugiesischen Gasnetz-Betreiber Gas Natural Distribuicao einsteigen und insgesamt 75,01 Prozent der Anteile übernehmen zu wollen. Kurz zuvor hatten die Münchener bereits gemeinsam mit dem spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica ein Glasfaser-Joint-Venture in Deutschland gegründet.

Autor: VW-Redaktion

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