MS Amlin beteiligt sich als Kapazitätsgeber am Natural Disaster Fund
Erst- und Rückversicherer wollen klimabedingte Herausforderungen abfedern. Quelle: Bild von FelixMittermeier auf Pixabay.
Der Londoner Spezial- und Rückversicherer MS Amlin stellt dem Natural Disaster Fund (NDF) kommerzielle Risikokapazität zur Verfügung. Durch die Kooperation mit dem Partner Hannover Re wird das Fondsvolumen erweitert, um einkommensschwache Regionen im Globalen Süden gegen die finanziellen Folgen von Klimawandelschäden und Naturkatastrophen abzusichern.
Der NDF ist als gemischtes Risikotransfervehikel (blended risk transfer vehicle) konzipiert. Ziel des Fonds ist es, die Resilienz von Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen gegenüber klimabedingten Risiken zu stärken.
Aktuell beläuft sich das verwaltete Risikovolumen des NDF auf über 100 Millionen US-Dollar. MS Amlin beteiligt sich mit einer Zusage von bis zu 50 Millionen US-Dollar an der gemeinsamen Risikoübernahme, um das Wachstum des Fonds zu unterstützen.
Angesichts der weltweit steigenden Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen gewinnen solche öffentlich-privaten Partnerschaften an Bedeutung, um bestehende Absicherungslücken in Entwicklungs- und Schwellenländern zu schließen.
Der Fonds wird von Global Parametrics verwaltet, einer Tochtergesellschaft der Schweizer Insurtechs Celsiuspro Group. Die Struktur des Vehikels basiert auf einer Verknüpfung staatlicher und privater Mittel. Die öffentlichen Gelder stammen vom britischen Außen- und Entwicklungsministerium (FCDO) sowie von der deutschen Förderbank KfW, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) agiert. Diese staatlichen Mittel werden wie im genannten Fall durch die privaten Risikokapazitäten von Hannover Re und MS Amlin ergänzt.
Hannover Rück zählt zu den Gründungsmitgliedern des Natural Disaster Fund Deutschland im Jahr 2019. Der Fonds knüpft an den NDF aus Großbritannien an und arbeitet auch mit diesem zusammen. Der NDF UK wurde 2018 mit 25 Mio. Pfund gebundenem Kapital vom britischen Ministerium für internationale Entwicklung (DfiD) ins Leben gerufen.
Autor: VW-Redaktion
