Zurich-Vertriebschef Barna: „Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um jede Herausforderung mit Optimismus und Entschlossenheit zu meistern“

Jawed Barna, Vorstand Vertrieb und strategische Partnerschaften bei der Zurich Deutschland (Quelle: Zurich)

Ob Niedrigzinsen oder Solvency: Das neue Jahr 2022 schleppt viele alte Probleme mit sich her. Jawed Barna, Vorstand Vertrieb und strategische Partnerschaften bei der Zurich Deutschland, erklärt im Kurz-Interview, warum sein Unternehmen dennoch gut aufgestellt ist und was er von der Ampel-Koalition erwartet.

VWheute: Niedrigzinsen, Staatsfondsähnliches Angebot, Tod von Riester, Solvency – wird 2022 das Jahr, in dem die Lebensversicherer ihr Angebot (nochmals) neu aufstellen müssen?

Jawed Barna: Wir verfolgen seit vielen Jahren eine ganz klare Strategie, bei der wir beim Thema Altersvorsorge auf das Potenzial von fondsbasierten Lösungen setzen. Mittlerweile entfallen 80 Prozent unseres Neugeschäfts in der Lebensversicherung auf Fondspolicen. Damit bieten wir auch im aktuellen Umfeld von Niedrigzins und Inflationsgefahr ein äußert attraktives Portfolio. Zudem fragen unsere Kunden immer stärker nachhaltige Produkte nach, sodass bereits jede zweite Police auf einem dezidierten ESG-Produkt basiert. Wir sind damit hervorragend aufgestellt und stehen unseren Vertriebspartnern und Kunden mit ebenso performanten wie zukunftsfähigen Lösungen zur Seite.

VWheute: Wie weit sind Sie bei der Neuausrichtung der Strategie und des Kulturwandels? Welche Lernerfahrungen brachte 2021 – Klima, Corona etc.?

Jawed Barna: Wir haben uns sehr früh sehr deutlich artikuliert, was unsere Ambition ist: Zurich soll eines der nachhaltigsten und verantwortungsvollsten Unternehmen weltweit sein. Dazu haben wir uns als erster Versicherer zur Einhaltung des 1,5-Grad-Zieles verpflichtet und eine klare Strategie mit konkreten Maßnahmen formuliert, da sind wir sehr gut unterwegs, und wir wünschen uns auch zahlreiche Wettbewerber im Kampf gegen den Klimawandel. Beim Blick auf die öffentliche Diskussion ist allerdings wichtig, dass konkretes Handeln an die Stelle von Klimarhetorik tritt. Es wird oft zu lange diskutiert und zu viel lamentiert. Ähnliches zeigt sich leider auch im Management der Corona-Pandemie.

VWheute: Die Ampel-Koalition steht. Was befürchten und hoffen Sie für das kommende Jahr – besonders an politischen und aufsichtsrechtlichen Entscheidungen?

Jawed Barna: Unsere Erwartungen an die neue Ampelkoalition sind sehr klar: um die Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können, braucht Deutschland einen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs, der nicht auf ein Mehr von Regelungen und Verboten setzt, sondern auf Eigenverantwortung, technologischen Fortschritt und die Kraft des Marktes. Wir haben uns mit der Politik stets auf Augenhöhe ausgetauscht und sollten daran festhalten, dass sich jeder auf das konzentriert, was er am besten kann – auch beim Thema Altersvorsorge.

VWheute: Bitte vervollständigen Sie diesen Satz. „2022 wird unser Jahr, weil …“

Jawed Barna: … wir alle Voraussetzungen geschaffen haben, um jede Herausforderung mit Optimismus und Entschlossenheit zu meistern.

Interview: Maximilian Volz

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