Ein Drittel diverser Mitarbeiter – Lloyd’s verändert Einstellungspolitik drastisch

Lloyds will diverser werden. Bild von mohamed Hassan auf Pixabay.

Lloyd’s of London ist nicht der unproblematischste Arbeitsplatz der Welt. In der Vergangenheit musste sich das Unternehmen gegen den Vorwurf sexueller Übergriffe und Alkoholexzesse erklären. Die Implementierung eines gesunden Miteinanders gelang er ehemaligen Chefin Inga Beale nicht. Ihr Nachfolger Charlie Nunn will das nun unter anderem mit einer anderen Einstellungspolitik erreichen. Das ehrwürdige Haus soll diverser werden.

Vor nicht allzu langer Zeit lag Lloyd’s moralisch am Boden.  Laut BBC herrschte an der altehrwürdigen Versicherungsbörse eine Kultur der “sexuellen Belästigung”. Fast jeder zehnte Mitarbeiter sei von Übergriffen und Belästigungen betroffen gewesen. Das Unternehmen versprach Maßnahmen und Verbesserungen.

Einen Teil der Maßnahmen wurde aktuell mit dem “Culture Dashboard 2021” vorgestellt. Künftig sollen ein Drittel aller Neueinstellungen auf dem Markt und im Unternehmen aus “ethnischen Minderheiten” stammen, berichtet insurancebusinessmag. Das Ziel soll “auf allen Ebenen der Organisation” gelten. Laut Lloyd’s liege der Anteil ethnischer Minderheiten auf dem Markt derzeit bei 8 und in der Gesellschaft bei 22 Prozent.

Mehr Frauen

Neben der ethnischen Zugehörigkeit stehen Kultur und Geschlecht im Mittelpunkt des Culture Dashboard. Kultur bleibe eine “Priorität auf der Führungsagenda”. In Bezug auf die Geschlechterverteilung freut sich Lloyd’s über die “anhaltenden Fortschritte bei der Erreichung eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses auf dem gesamten Markt”, räumt aber ein, dass noch ein “langer Weg vor uns liegt”.

“Aus der Unternehmensperspektive”, so Lloyd’s, “haben wir die Geschlechterparität auf der gesamten Führungsebene erreicht. Auf dem gesamten Markt haben bereits 28 % der Unternehmen die von uns angestrebten 35 % erreicht, aber wir müssen daran arbeiten, diesen Anteil auf breiter Front zu erhöhen.”

Autor: VW-Redaktion