Munich Re will verstärkt in Asien expandieren

Hongkong. Quelle: Bild von Marci Marc auf Pixabay

Die Länder Asiens gehören für die Versicherer zu den lukrativsten Versicherungsmärkten der kommenden Jahre. Kein Wunder, dass auch die Munich Re ein Stück vom Kuchen abhaben will. Besonders im Fokus: China und Indien.

So hat der Rückversicherer die Region Asien-Pazifik in drei Cluster unterteilt. Das erste Cluster umfasst die weitgehend gesättigten reifen Industrieländer wie Japan und Australien. Ein zweites Cluster bilden die globalen Wachstumsmotoren China und Indien. “Unsere Prognosen zeigen, dass allein ein Drittel des weltweiten Wachstums in der Erstversicherung bis 2030 auf China und Indien entfallen werden”, wird Achim Kassow im Handelsblatt zitiert.

Das dritte Cluster umfasst für die Munich Re vor allem Schwellenländer mit besonders hoher Dynamik in Südostasien. “Das ist besonders für Länder mit geringen Preisen pro Police interessant, weil durch voll digitale Themen die Verwaltungskosten niedriger ausfallen”, betont Kassow. Damit würden Versicherungsprodukte erst einer breiten Bevölkerungsschicht zugänglich werden, so der Manager.

So rechnet Kassow in den kommenden zehn Jahren mit einem deutlichen Prämienanstieg. Nach Berechnungen der Munich Re dürften sich dann die Beitragseinnahmen in der Erstversicherung auf drei Billionen Euro beinahe verdoppeln, während sie in Amerika (2,2 Billionen Euro) und Europa (1,8 Billionen Euro) weniger wachsen werden.

Auch die Konkurrenz hat den asiatischen Versicherungsmarkt bereits seit längerem auf dem Radar angepeilt. In zehn Jahren werden 40 Prozent des globalen Prämienvolumens in Asien verdient werden, derzeit wären es 20 oder 25 Prozent. “Wir müssen unsere Präsenz in Asien verstärken”, erklärt Jean-Jacques Henchoz von der Hannover Rück bereits im Juli 2020, aber der Verzicht auf “größere Akquisitionen” habe sich in der Vergangenheit “ausgezahlt”.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

vier × 2 =