Studien zur Altersvorsorge: Welche Ziele verfolgen die Versicherer?

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Studien über die Zukunft der Altersvorsorge gibt es praktisch wie Sand am Meer. Kaum ein Monat, indem auch die Redaktion von VWheute eine entsprechende Analyse eines Versicherers auf den Tisch bekommt. Doch welche Ziele verfolgen die Unternehmen wirklich?

Die Szenarien der Versicherer zur künftigen Altersvorsorge sind düster: Einer ganzen Generation drohe die Altersarmut, Frauen mehr als Männern, heißt es darin. Dabei seien viele dieser als seriöse Wissenschaft präsentierten Arbeiten fehlerhaft, basieren zum Teil auf höchst suggestiven Fragen und spiegeln vor allem eines: das Eigeninteresse der Auftraggeber, berichtet die Wirtschaftswoche (Wiwo).

“Man versucht, die Geschichte zu erzählen, die zu den eigenen Vorstellungen passt. Man fragt zu wenige Menschen oder die falschen, und man stellt blödsinnige Fragen”, wird der Psychologe Thomas Krüger, Geschäftsführer am Umfragezentrum (UZ) Bonn, zitiert. Dabei sei es “meistens müßig, den Auftraggebern zu sagen, dass Fragen schlecht sind”.

“Solche Studien sind nicht im strengen Sinne wissenschaftlich, sondern folgen kommerziellen Interessen” wird auch Matthias Beenken, Professor für Versicherungswirtschaft an der Fachhochschule Dortmund, zitiert. Dabei gehe es vor allem um “Beziehungspflege” und “Kompetenzanmutung”. Zudem würden sich Lobbyverbände auf derartige Arbeiten stützen, um – wie derzeit – politische Forderungen zu unterstreichen.

Autor: VW-Redaktion

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