Wefox-Chef Teicke gibt Management-Tipps: Es geht um Ziele, Ziele und Ziele

Wefox-Chef Julian Teicke. Bildquelle: Wefox

Seit geraumer Zeit schwingt Julian Teicke die Feder für die Forbes. Als CEO von Wefox gibt er Einblick in sein Unternehmen und leitet daraus Leitfäden für andere Manager ab. Für 2024 verrät er seinen sechsstufigen Strategieformulierungsprozess, der „sowohl effektiv als auch pragmatisch ist“. Um den strategischen Fokus zu stärken, brauche man seiner Meinung nach langfristige Ziele, mittelfristige Ziele und ein Jahresziel.

Beim ersten Schritt gehe es darum, die langfristigen Ziele zu formulieren. Man müsse laut Teicke das „Warum“ des Unternehmens verstehen, schreibt er in seiner Kolumne für die Forbes. „Es geht nicht nur um Gewinne, sondern um Sinn und Leidenschaft. Definieren Sie Ihre Vision für 2030 im Detail, einschließlich der geografischen Ausdehnung, der Einnahmen, der Gewinne, der Größe und Margen der Geschäftsbereiche und der Bewertung. Detailgenauigkeit schafft Klarheit, die den Weg für fundierte Entscheidungen heute ebnet.“

Beim zweiten Punkt gehe es darum, mittelfristige Ziele zu definieren, die etwa zwei bis drei Jahre umfassen und „ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zweckmäßigkeit und Ehrgeiz aufweisen“. Teicke appelliert an die Manager diesbezüglich: „Wenn Sie es richtig anstellen, wird dies das Vertrauen in Ihre Führung und die langfristige Vision stärken, da Ihr Team versteht, dass Sie den Bezug zur Praxis nicht verloren haben und den Herausforderungen der Praxis zuhören.“

Als Drittes brauche man noch einen „Nordstern für das Jahr“, dieses Jahresziel sei „nicht verhandelbar und muss das ganze Jahr über immer wieder wiederholt werden“. Dann wird es ein wenig komplexer und man kommt ein wenig durcheinander. Denn Teicke empfiehlt im vierten Schritt maximal fünf jährliche Prioritäten festzulegen. „So können Sie Prioritäten setzen und sicherstellen, dass die Ressourcen auf die wichtigsten Bereiche konzentriert werden. Es geht darum, weniger Dinge besser zu machen.“

Wenn das getan ist, müssen laut Teicke im 5. Schritt alle Abteilungen sich an den Prioritäten des Unternehmens orientieren und gemeinsam auf den Nordstern zusteuern. Seine Begründung: „Als Kapitän wollen Sie, dass Ihr Team im Rhythmus rudert – wenn ein einzelnes Teammitglied aus dem Rhythmus gerät, gefährdet es den Erfolg des gesamten Teams.“

Und damit das Jahresziel nicht gefährdet wird, glaubt Teicke, dass auch eine monatliche Fortschrittsverfolgung vonnöten ist. „Regelmäßige, ehrliche Überprüfungen sind entscheidend.“ Deshalb müssten diese Ziele „spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden“ sein.

Bleibt zu hoffen, dass jeder Manager dabei den Überblick behält und den Wald vor lauter Bäumen nicht übersieht.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

8 + drei =