Allianz-Chef Bäte: “Wir identifizieren die Jobs, die durch Automatisierung wegfallen, und die Profile, die wir neu brauchen”

Oliver Bäte. Quelle: Allianz

Nachhaltige Investments spielen in den Portfolios der Versicherer eine immer größere Rolle. So beschäftige sich die Allianz laut Konzernchef Oliver Bäte schon seit Jahren mit diesem Thema: “Verantwortung kann man nicht wegschubsen. Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten etwas tun. Das sind bei uns vor allem die Gelder, die uns anvertraut sind”.

“Wir erwarten, dass unsere Kunden sich zu den Pariser Klimazielen bekennen und eine glaubwürdige Strategie für einen kompletten Umstieg auf erneuerbare Quellen entwickeln. Wir wollen uns dabei aber nicht zum Richter über andere aufschwingen, sondern helfen, dass diese wichtige Industrie schrittweise umsteuert”, konstatiert der Allianz-CEO im Interview mit dem Stern.

Dabei sieht Bäte durchaus keinen finanziellen Nachteil in grünen Investments: “Die Behauptung, dass man mit grünen Anlagen kein Geld verdienen könne, erweist sich zunehmend als Unsinn. Im Gegenteil: Wer Gutes tut, ist erfolgreicher. Gerade viele der Tech-Firmen, die sich schon lange zu Net-Zero verpflichtet haben, laufen an der Börse sehr gut.”

Zudem habe man das “Thema ESG gerade aufgewertet und dazu einen eigenen Fachbereich direkt unter dem Vorstand geschaffen. Die Allianz konzentriert sich auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit, dazu gehört auch das Thema Geschlechtergerechtigkeit.”

“Wir sind keine Gutmenschen. Wir wollen nicht im Boom Personal massiv aufstocken, um dann in der Krise viele entlassen zu müssen. Wir folgen einem langfristigen Plan, der es uns erlaubt Personalabbau sozialverträglich zu gestalten.”

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE

Auch zum Thema Personal hat der Allianz-Chef klare Vorstellungen: “Wir machen eine gemeinsame Planung für die nächsten fünf Jahre. Wir identifizieren die Jobs, die durch Automatisierung wegfallen, und die Profile, die wir neu brauchen. Dafür investieren wir in Fortbildung, vor allem digital. Das ist bisher sehr gut gelungen. Wir haben in unserer jährlichen Befragung gerade die höchste Mitarbeiterzufriedenheit der Unternehmensgeschichte erreicht”.

Autor: VW-Redaktion

Ein Kommentar

  • Das hat der CEO von Black Rock, erstaunlich EHRLICH, auch so formuliert. Ich bin überzeugt das die Politiker die RÜCKSTÄNDIGE Industrien fördern (in der irren Meinung der Wirtschaft zu helfen) und Greta trotz VOKALEN ZUSTIMMUNGEN im Regen stehen lassen, jetzt auch so langsam bemerken, dass ein UMSTEUERN die einzige Chance, ganz besonders für die DEUTSCHE WIRTSCHAFT, ist. Aus D kamen immer INNOVATIONEN UND WERTARBEIT. Schon lange nicht mehr-go for a better life for all! Die Änderungen kommen, wie in diesem Fall. mit höchstem Respekt, aus der Wirtschaft. WIR HABEN NUR EINE ERDE, egal ob REICH oder ARM. Mit meiner Geschäftsidee wird deutsche Armut auf wenige reduziert. GARANTIERT

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