Talanx erwägt kleinere Zukäufe

Konzernsitz der Talanx. Quelle: Talanx

Zukäufe sind in der Versicherungsbranche ein gern gesehenes Mittel, um neue Kunden zu gewinnen und Marktanteile zu erhöhen. Die Talanx will – dank Corona – die Gunst der Stunde für kleinere Zukäufe nutzen.

„Corona als Tiefenkrise wird mittelfristig den Konsolidierungsdruck erhöhen, und wir wollen hierbei die Chancen nutzen“, wird Vorstandschef Torsten Leue in der Börsen-Zeitung zitiert. „Wichtig ist für uns, dass wir bei allem, was wir machen, diszipliniert bleiben. Dafür gibt es klar gesetzte Kriterien. Unsere Eigenkapitalrendite darf durch einen Zukauf nicht belastet werden, und unsere Kapitalkosten müssen verdient werden“, betont der Versicherungsmanager.

Dabei liege der Fokus vor allem auf dem Nicht-Lebengeschäft. Eine weitere Expansion ins Ausland strebt die Talanx allerdings nicht an: „Bis auf Weiteres gibt es keine Änderungen, was unsere fünf strategischen Kernmärkte Polen, Türkei, Brasilien, Chile und Mexiko angeht. In anderen Märkten, in denen wir, wie etwa in Italien, auch aktiv sind, können wir uns natürlich auch Portfolio-Arrondierungen vorstellen“, so Leue.

Sollte ein möglicher Kaufkandidat gefunden werden, „ginge es um eine Größenordnung von einem mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag“, betont der Talanx-Chef. Allerdings habe man auch „einen finanziellen Spielraum für mehrere portfolioergänzende Transaktionen“.

Trotz des Virus COVID-19 (Corona) rechnet das Unternehmen mit Wachstum für das laufende Jahr. Vor dem Hintergrund des Rekordjahres 2019 ist das „ambitioniert aber realistisch“ wie der Vorstandsvorsitzende Torsten Leue bei der Präsentation des Halbjahresergebnisses betonte. Steigerungen beim Gewinn, den Bruttoprämien und dem Konzernergebnis erfreuten Vorstände wie Aktionäre, die sich, zum siebten Mal in Folge, über eine gesteigerte Dividende freuen dürfen.

Autor: VW-Redaktion

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