E-Scooter Dienstleister Voi zufrieden mit Partner DEVK: „Hype noch nicht vorbei“

E-Scooter von Voi. Bild von Fullstoppr auf Pixabay

Am Anfang des E-Scooter-Hypes verging kein Tag ohne Horrormeldung. Doch bald zeigte sich, auch dank Zahlen der Versicherungswirtschaft, dass die Medienberichte nicht die Wirklichkeit widerspiegeln. Claus Unterkircher, General Manager für den DACH Raum beim schwedischen Mobilitätsunternehmen Voi spricht über das Potenzial der Flitzer, die Zusammenarbeit mit der DEVK und dem möglichen Ende des Hypes.

VWheute: Wie haben sich die Unfallzahlen entwickelt und wie interpretieren sie diese, zu Beginn des E-Scooter-Hypes gab es ja täglich Katastrophenmeldungen.

Claus Unterkircher: Generell lässt sich sagen, dass die Unfallzahlen bereits zu Beginn der Berichterstattung weniger hoch ausgefallen sind, als das mediale Echo annehmen lässt. Das liegt auch daran, dass E-Scooter in Deutschland noch sehr neu sind und es dementsprechend viele Bedenkenträger gab.

Im Laufe des letzten Jahres konnten wir diese Quote aber auch noch einmal deutlich senken. Zum einen durch unsere digitale E-Scooterfahrschule RideLikeVoila, bei der man – ähnlich wie bei einer theoretischen Führerscheinprüfung – Fragen rund um den E-Scooter und die Sicherheit im Straßenverkehr beantworten kann und dafür von uns mit Freifahrten belohnt wird. Zum anderen auch durch die von uns angebotenen lokalen Fahrtrainings, bei denen wir Interessierten das Fahren auf dem E-Scooter inklusive aller geltenden Vorschriften und Warnhinweise beibringen.

Zusätzlich haben wir unsere Technologie seit dem Start mehrfach verbessern können: Im Herbst letzten Jahres haben wir die zweite Generation E-Scooter in Betrieb genommen, unser jüngstes Modell geht jetzt gerade an den Start und setzt noch einmal ganz neue Maßstäbe in Punkto Sicherheit.

VWheute: Wie funktioniert die Schadenabwicklung mit der Versicherung, kommt es oft zu unversicherten Unfällen. Wie kann beides verbessert werden?

Claus Unterkircher: Wir arbeiten hier mit unserem Versicherungspartner DEVK sehr eng zusammen und sind auch daran die Prozesse stetig weiterzuentwickeln.

VWheute: Ist die Versicherung ein dankbarer Geschäftspartner oder sehen sie Verbesserungsbedarf?

Claus Unterkircher: Wir sind sehr zufrieden über unsere Kooperation mit unserem Partner, der DEVK!

VWheute: Wie wollen Sie dem Problem begegnen, dass in vielen Städten E-Scooter auf den Straßen, Büschen und Gehwegen herumliegen?

Claus Unterkircher: Wie bereits oben erwähnt, sprechen wir durch unsere Trainingsangebote die Nutzer gezielt an und versenden außerdem auch regelmäßige Hinweise über die App. Nach Beendigung jeder Fahrt bitten wir die Nutzer darum, ein Foto vom abgestellten E-Scooter zu machen. Auf diese Art und Weise können wir im Falle, dass einer der Roller falsch geparkt wurde, die Fahrzeuge kurzfristig umparken. Dafür beschäftigen wir spezielle Teams, die dafür sorgen, dass die E-Scooter nicht im Weg stehen und ordentlich abgestellt sind. Allerdings sind es meistens nicht unsere Nutzer die E-Scooter umstoßen oder in die Büsche werfen, hier sind wir leider auch Opfer von Vandalismus und arbeiten eng mit der Polizei zusammen, um diesen möglichst gering zu halten.

VWheute: Ist der E-Scooter-Boom bereit vorbei, einige Marktbeobachter sehen bereits ein Ende am Horizont.

Claus Unterkircher: Nein, was vorbei ist, ist die erste Phase des Fremdelns. Dass es sich um das Thema E-Scooter in Deutschland mittlerweile etwas beruhigt hat, liegt vor allem auch daran, dass die Menschen anfangen, die E-Scooter in ihre Alltage aufzunehmen – bei der Nutzung sehen wir trotz Corona keine Einbrüche, ganz im Gegenteil. Mikromobilität in unseren Städten ist eine sichere und saubere Fortbewegungsart an der frischen Luft.

Die Fragen stellte Maximilian Volz

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