Über 90.000 Euro im Jahr: Aktuare zeigen sich zufrieden mit ihrer Vergütung

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Die Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV) hat gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Deloitte ihre aktuelle Gehaltsstudie veröffentlicht. Die Median-Zielgesamtvergütung liegt 2025 bei 90.200  Euro, was einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zur letzten DAV-Studie 2017 entspricht. Vielen Aktuaren ist bewusst, dass künstliche Intelligenz ihre Tätigkeit künftig stark verändern wird. Sie sehen deshalb Handlungsbedarf bei der KI-Ausbildung.

Die 1993 gegründete Deutsche Aktuarvereinigung e. V. (DAV) ist die unabhängige berufsständische Vertretung der als Aktuare in Deutschland tätigen Versicherungs-, Vorsorge-, Bauspar- und Finanzmathematikerinnen und -mathematiker mit Sitz in Köln. Sie weist 6.700 Mitglieder auf. Mehr als 2.000 haben an der Online-Befragung zur Gehaltsstudie teilgenommen.

Die Ergebnisse zeigen: Die Median-Zielgesamtvergütung liegt 2025 bei 90.200  Euro, was einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zur letzten DAV-Studie 2017 entspricht. Besonders hoch sind die Vergütungen in der Finanzbranche und im Bundesland Bayern.

Knapp drei Viertel der Befragten gaben an, mit ihrem Gehalt und den zusätzlichen Leistungen, die flexible Arbeitszeitmodelle, hybride Arbeitsformen und eine betriebliche Altersversorgung umfassen, zufrieden zu sein.

Die Studie bestätigt eine erwartbare Lohnstruktur: Die Median-Gesamtvergütung steigt mit der Karrierestufe deutlich an. Fachexperten und Projektleiter verdienen mit rund 93.000 Euro pro Jahr deutlich mehr als Fachspezialisten mit 73.000 Euro. Auf den Managementebenen setzt sich dieser Trend fort, von 106.000 Euro für das mittlere Management bis zu 134.000 Euro für das Top-Management. Vorstandsmitglieder erreichen eine Zielgesamtvergütung von rund 232.000 Euro.

Ein weiteres zentrales Ergebnis der Umfrage verdeutlicht den anstehenden Wandel in der Branche: Etwa 45 Prozent der Aktuare erwarten, dass künstliche Intelligenz ihre Arbeit in Zukunft stark verändern wird. Obwohl diese Entwicklung erkannt wird, bemängeln viele Befragte das Fehlen adäquater Aus- und Weiterbildungsangebote. Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) hat auf diese Bedenken reagiert und angekündigt, ab dem 1. Januar 2026 ein verpflichtendes Grundwissenfach namens „Data Science und KI“ in ihre Ausbildung zu integrieren. Parallel dazu werden verschiedene Weiterbildungsangebote konzipiert, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Autor: VW-Redaktion