Heitmann: „Profitabilität in der Autoversicherung wird sich vermutlich im nächsten Jahr nicht verbessern“

Klaus-Jürgen Heitmann. Quelle: Huk-Coburg

Der Kfz-Versicherungsmarkt ist derzeit so hart umkämpft wie selten zuvor. Dies liegt allerdings nicht nur am harten Duell zwischen den beiden Branchengiganten Huk-Coburg und Allianz – auch neue Player wie Verti oder Joonko wollen den Markt aufmischen. Huk-Vorstandssprecher Klaus-Jürgen Heitmann rechnet daher damit, dass sich „die Profitabilität in der Autoversicherung vermutlich im nächsten Jahr nicht verbessern“ werde.

„Wir denken in Zyklen und der Zyklus geht im Moment runter. Die Frage ist: Wie steil fällt die Kurve und wie groß sind die Amplituden? Dies wird sich im weiteren Verlauf des dritten Preiskampfes in der Geschichte der Kfz Versicherung zeigen“, konstatiert der 51-jährige Niedersachse im Interview mit der Börsen-Zeitung. So habe die Kfz-Sparte auch in der eigenen Bilanz etwas schwächer abgeschnitten.

„Die Kfz-Versicherung schnitt tatsächlich etwas schlechter ab, wenngleich das Jahr noch immer gut war. Der Effekt ist in absoluten Zahlen groß, weil die Autoversicherung unser Kerngeschäft ist“, konstatiert Heitmann. Dennoch gehe das Konzept „nach wie vor auf. Denn der Wettbewerb in der Autoversicherung geht im Wesentlichen über den Preis. Neue Direktversicherer mögen vom Preisniveau her attraktiv sein, aber unabhängige Rankings zeigen, dass wir vorne liegen. Wir haben halt reagiert“.

So hatte man „im vergangenen Jahr eine sehr gute Combined Ratio und damit Spielraum, die Preise zu reduzieren. Denn als Kostenführer sind wir tendenziell besser aufgestellt als ein Hochkosten-Versicherer. Unsere Durchschnittsbeiträge werden in diesem Jahr sogar leicht sinken. Das heißt, unser Beitragswachstum bleibt etwas hinter dem Wachstum der Stückzahl zurück. Daran erkennt man, dass das durchschnittliche Preisniveau im Bestand im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nach unten geht“, ergänzt der Huk-Chef. Zudem bekräftigte er den Anspruch, „trotz unserer Größe schneller als der Markt zu wachsen.“

Autor: VW-Redaktion

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