Lloyd’s investiert 300 Millionen und will Geschäft verdoppeln

Konzernsitz von Lloyd's of London. Quelle: Lloyds

Nichts ist so sicher wie der Wandel. Das wusste bereits die ehemalige Lloyd’s-Chefin Inga Beale, die den Londoner Versicherungsmarktplatz in die Zukunft führen sollte. Ihr Nachfolger John Neal setzt den Weg nun fort und investiert fast eine Drittelmilliarde Pfund.

Der Umbauplan, „Blueprint One“, sieht Änderungen in sechs Bereichen vor, unter anderem sollen neue digitale Plattformen für „complex and straight forward policies“ vorgesehen. Zudem sollen stärker automatisierte Claim-Prozesse eingeführt werden und mehr Flexibilität in den Abläufen des Marktes sollen dabei helfen, „Kapital in den Markt zu tragen“.

Die Kosten sollen eher per Schulden, senior dept, beziehungsweise Fundraising erfolgen, anstatt durch Belastung der Marktteilnehmer, wie  die Financial Times meldet. Die Pläne bei Lloyd’s sind groß und sollen dabei helfen, das Geschäft „über einen längeren Zeitraum zu verdoppeln“, wie Neal bestätigte.

Kritik trägt Früchte

Die Implementierung soll mehrere Jahre dauern und sind eine Reaktion auf die Kritik der Kunden, die eine schlechte Performance und zu hohe Kosten monierten.

Den Umbau managen wird Chief Operation Officer Jennifer Rigby. Der Deputy-Chairman Andy Haste wird das Projekt zudem überwachen. Im Februar sollen weitere Details des Plans enthüllt werden.

Dem Chef des Marktplatzes wird es recht sein, dass  sich die Schlagzeilen nun um den Umbau drehen und nicht mehr (ausschließlich) um die Vorwürfe wegen sexuellem Fehlverhalten, Saufereien am Arbeitsplatz und fragwürdiger Unternehmenskultur – VWheute hatte ausführlich berichtet.

Autor: VW-Redaktion

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