Talanx wagt KI in der Schadenbearbeitung

Konzernsitz der Talanx. (Quelle: Talanx)

Die Talanx hat eine strategische Partnerschaft mit dem KI-Anbieter WorkFusion geschlossen. Der Versicherer will die Software des Unternehmens im ersten Schritt zur automatisierten Prüfung und Dunkelverarbeitung von Eingangsdokumenten im Schaden-Bereich einsetzen.

Der Fokus soll Unternehmensangaben zufolge zunächst aufdem Geschäft mit deutschen Privat- und Firmenkunden bei der Talanx-Tochter HDI liegen. Dabei sollen unter anderem noch mehr Kfz-Glasrechnungen automatisiert ohne menschliches Eingreifen, also „dunkel“, verarbeitet werden. Bei der Zusendung von Dokumenten durch kleine Betriebe und Privatkunden sei das automatisierte Auslesen der Daten bislang eine Herausforderung, die nun durch die Zusammenarbeit mit WorkFusion gelöst wird.

„Geplant ist der Einsatz zunächst bei der Kfz-Glasrechnung. Hier gab es auch schon einen erfolgreichen Proof of Concept: Kollegen aus der Indizierung Kraftfahrt, Data Analytics, Prozesse und Technik, IT und WorkFusion haben dafür intensiv zusammengearbeitet und den Glasprozess innerhalb weniger Wochen automatisiert. Im Testszenario konnten die Dokumente damit dreimal schneller als bisher bearbeitet werden“, erläutert Gunnar Dolling, Leiter top.Schaden bei der HDI Versicherung AG.  

„Wir nutzen bereits Roboter im Versicherungsbetrieb. Dank der Kombination von Robotergesteuerter Prozessautomatisierung – kurz: RPA – und Künstlicher Intelligenz können wir nun erstmals komplette Prozesse end-to-end intelligent automatisieren“, ergänzt Christoph Wetzel, Vorstandsvorsitzender der HDI Versicherung AG.

Demnach wolle die HDI bereits im Laufe des kommenden Jahres einen großen Teil der Prozesse in Schaden mit der neuen Lösung teilautomatisieren. Zudem wird ein Einsatz bei den internationalen Tochtergesellschaften der Talanx Gruppe geprüft.

Autor: VW-Redaktion