Haftpflichtschutz für Hebammen: Konzern Versicherungskammer verlängert Konsortialvertrag

Konzern Versicherungskammer-Zentrale in München. Bildquelle: DG

Der Konzern Versicherungskammer führt das Versicherungskonsortium für den gesetzlichen Haftpflichtversicherungsschutz der rund 16.000 freiberuflichen Hebammen des Deutschen Hebammenverbandes weiter. Der DHV nahm ein entsprechendes Verlängerungsangebot nach Verhandlungen an. Die neue Vertragslaufzeit beträgt viereinhalb Jahre und endet am 31. Dezember 2031. Zuvor lag die Laufzeit bei drei Jahren. Dem Konsortium gehören neben der Versicherungskammer die Allianz Deutschland, HDI Deutschland sowie die R+V Allgemeine an.

Mit der Vertragsverlängerung sinken die Versicherungsprämien für die Hebammen erstmals seit mehreren Jahren. Zeitgleich steigt die vertragliche Deckungssumme von bisher 12,5 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro. Die Gestaltung der Tarife richtet sich dabei nach den jeweiligen Tätigkeitsprofilen der Versicherten. Die Vermittlung des Gruppenhaftpflichtvertrags erfolgt für die Mitglieder des Deut­schen Hebammenverbandes weiterhin ausschließlich über die Ecclesia-Tochter Hevianna Versicherungsdienst GmbH. Der Münchener Makler konzentriert sich exklusiv auf Lösungen für den Berufsstand der Hebammen und Entbindungspfleger. Laut Hevianna sind für Hebammen mit und ohne Geburtshilfe bis zum 1. Januar 2029 keine Beitragsanpassungen vorgesehen.

Als wesentliche Gründe für die finanzielle Entlastung und die Tarifanpassungen verweisen die Beteiligten auf die Schadenerfahrung der vergangenen Jahre. Dazu beigetragen haben ein vom Hebammenverband initiiertes und vom Konsortium unterstütztes Risikomanagement mit Simulationstrainings sowie die Akademisierung und die damit verbundene Neuausrichtung der Hebammenausbildung.

„Wir sehen es auch als unsere gesellschaftliche Verpflichtung, den Berufsstand und die flächendeckende Versorgung mit Geburtshilfe sowie der Vor- und Nachsorge auch in strukturschwachen Regionen mit passenden und bezahlbaren Versicherungslösungen zu unterstützen“, sagt Dr. Markus Juppe, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer für die Schaden- und Unfallversicherung.

Autor: VW-Redaktion