Geringe Schadenbelastung beflügelt Deutsche Rück

Konzernsitz der Deutsche Rück in Düsseldorf. Quelle: Deutsche Rück

Die Deutsche Rück zieht ihre Bilanz für 2022: Unter dem Strich profitierte der Rückversicherer von einem Beitragsplus von 8,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro. Gleichzeitig sank die Schadenbelastung deutlich unter die Marke von einer Mrd. Euro.

Nachdem das Naturkatastrophenereignis „Bernd“ im Vorjahr zu einer hohen Schadenbelastung geführt hatte, gab es auch im Jahr 2022 Großschäden in den Elementarsparten. Die daraus resultierende Schadenbelastung lag aber deutlich unter der des Vorjahrs. Größtes Ereignis für die Deutsche Rück-Gruppe war die Wintersturmserie „Ylenia“, „Zeynep“ und „Antonia“ mit Bruttoschäden in Höhe von 109,2 Mio. Euro. Die Bruttoschadenquote sank von 80,2 Prozent auf 66,2 Prozent. Die Nettoschadenquote sank ebenfalls von 73,2 Prozent auf 62,2 Prozent.

„Unsere Substanzstärke eröffnet uns Spielräume beim Ausbau des internationalen Geschäfts zur weiteren geografischen Diversifikation unseres Portefeuilles. Nach einer erfolgreichen Erneuerung 2023 zeichnet sich auch für das laufende Geschäftsjahr weiteres ertragreiches Wachstum ab.“

Frank Schaar, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Rück-Gruppe

Die versicherungstechnische Nettorechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung schloss mit einem Gewinn von 57,1 Mio. Euro. Das Kapitalanlageergebnis war hingegen durch hohe Abschreibungen geprägt und betrug 33,1 Mio. Euro. Insgesamt erzielte die Deutsche Rück-Gruppe einen Gewinn aus der normalen Geschäftstätigkeit von 15,7 Mio. Euro.

Darüber hinaus setzt die Deutsche Rück stärker auf eine Internationalisierung. So wird die bisherige Scor-Managerin Caren Büning ab Januar 2024 den Marktbereich Nichtleben-Deutschland leiten. Achim Bosch den Marktbereich Nichtleben-International sowie die Koordination zwischen den beiden Ressorts verantworten.

Bereits im September 2022 hatte die Deutsche Rück angekündigt, nach Asien expandieren und sich dort auf das traditionelle Property & Casualty-Geschäft fokussieren zu wollen. Dafür will sich das Unternehmen zunächst auf ausgewählte Märkte in Süd-, Südost- und Ostasien konzentrieren. Der Vorstand hatte daher Tarik Aouad zum Leiter der neuen Marktabteilung Middle East/Asia ernannt.

Autor: VW-Redaktion

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