Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionswerke auf Höchststand

Bildquelle: Frauke Feind auf Pixabay

Abhilfe durch Notenbanken: Die Zinsanhebungen entlasten die DAX- und MDAX-Unternehmen im Hinblick auf ihre Pensionsverpflichtungen weiterhin. Zwar ist der anzusetzende Rechnungszins mit 3,76 Prozent im langjährigen Vergleich immer noch niedrig, gegenüber dem 2. Quartal ist er aber um +44 Basispunkte gestiegen.

In der Folge setzt sich der Sinkflug bei den Pensionsverpflichtungen fort. Zum Ende des dritten Quartals hatten die DAX-Unternehmen 282,0 Mrd. Euro (–5,9 Prozent gegenüber dem 2. Quartal) in ihren Bilanzen anzusetzen, bei den MDAX-Unternehmen waren es 55,2 Mrd. Euro (–5,8 Prozent). Zu diesen Ergebnissen kommt die Modellberechnung „German Pension Finance Watch“ der Unternehmensberatung WTW. Durch die Zinsanhebung sinkt der Verpflichtungsumfang also erneut, der Ausfinanzierungsgrad ist trotz volatilem Kapitalmarkt weiter gestiegen.

Aufgrund der weiterhin volatilen Kapitalmärkte gaben auch die Pensionsvermögen wieder etwas nach, allerdings in geringerem Ausmaß als die Pensionsverpflichtungen: um –4,6 Prozent auf rund 244,2 Mrd. Euro im DAX und um –5,0 Prozent auf 42,2 Mrd. Euro im MDAX. In Summe stieg damit der Ausfinanzierungsgrad, das Verhältnis von Pensionsvermögen zu Pensionsverpflichtungen, abermals leicht an. Er erreicht noch nie dagewesene 86,6 Prozent im DAX (+1,1 Prozentpunkte gegenüber dem 2. Quartal) und 76,5 Prozent im MDAX (+0,7 Prozentpunkte).

WTW rät den Unternehmen, ihre Pensionssysteme im Spannungsfeld zwischen Inflationsbekämpfung und Rezessionsängsten weiterhin im Blick zu behalten. Damit wären sie „gut beraten“.

Autor: VW-Redaktion

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