Australische Aufsicht entlastet Allianz

Bafin erhöht nach dem Structered-Alpha-Skandal den Druck auf die Allianz. Quelle: Unternehmen.

Erleichterung für den Münchener Versicherer Down Under: Die australische Aufsichtsbehörde Australian Prudential Regulation Authority (APRA) hat eine zusätzliche Kapitalanforderung an die Allianz aufgehoben. Gleichzeitig warnt sie den Versicherer eindringlich.

Die Kapitalanforderung in Höhe von 150 Mio. Australische Dollar (ca. 101 Mio. US-Dollar) für die lokale Einheit der Allianz SE wurde aufgehoben, nachdem die APRA festgestellt hat, dass der Versicherer seine „Probleme mit der Risikobeherrschung“ behoben hat. Die APRA hatte im August 2019 von der Allianz Australia zunächst sogar zusätzliche 250 Mio. Australische Dollar zurückzustellen lassen. Diese Anforderung wurde im Dezember 2020 auf 150 Mio. Australische Dollar gesenkt.

Warnung an die Allianz

Im März 2021 reichte Allianz Australia bei der Aufsichtsbehörde eine gerichtlich einklagbare Verpflichtung ein, die Defizite im Risikomanagement zu beheben, was das Unternehmen laut APRA nun abgeschlossen hat. „Wir freuen uns über die bedeutenden Fortschritte, die die Allianz bei der Behebung der APRA-Bedenken gemacht hat, obwohl wir betont haben, dass diese Schwächen nicht hätten passieren dürfen und wir eine Wiederholung nicht tolerieren werden“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der APRA, Helen Rowell.

Ärger ist für die Allianz in Australien nicht neu. Wegen Irreführung von Kunden beim Verkauf von Reiseversicherungen ist das Unternehmen 2021 zu einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Dollar verurteilt worden.

Doch Australien ist nicht nur wegen strafender Aufseher für Versicherer herausfordernd. Eine steigende Zahl von Naturkatastrophen erschwert das Versicherungsgeschäft; einige sprechen bereits von Unversicherbarkeit.

Autor: VW-Redaktion

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