Vermittler stöhnen wegen EIOPA-Ideen – BVK will helfen

Stopp – BVK will keine neue Regulierung. Bild von Kristijan Puljek auf Pixabay.

Wieder einmal soll es Reformen auf dem Finanzmarkt geben. Wieder einmal trifft es die Vermittler. Wieder einmal stellt sich der BVK dagegen. „Jede neue Regulierung am Markt bringt für die Vermittlerbetriebe Zusatzarbeiten, ist kostenintensiv und führt zu neuen bürokratischen Belastungen“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. Stein des Anstoßes ist ein Vorschlag der europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) nahm Stellung zur Konsultation der EIOPA zum Schutz von Kleinanlegern im Kapitalmarkt. Sie ergänzt das Votum, das der Verband bereits über die European Federation of Insurance Intermediaries (BIPAR) abgegeben hat. Erneut sind mögliche Fehlanreize durch Provisionen, eine Harmonisierung der Beratungslandschaft und Dokumentationspflichten ein Thema.

Der BVK begrüßt die Ziele der Capital Market Union, „Geld – Investitionen und Ersparnisse  in der gesamten EU zum Wohl aller fließen lasse, hält jedoch das vorhandene rechtliche Rahmenwerk für ausreichend, wie es durch die EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD, die Finanzmarktrichtlinie MiFID II und den Product Oversight Governance bestimmt wird. Ihre Wirkung am Markt bleibe zunächst abzuwarten, bevor erneut Maßnahmen ergriffen würden.

Nicht überladen

„Jede neue Regulierung am Markt bringt für die Vermittlerbetriebe Zusatzarbeiten, ist kostenintensiv und führt zu neuen bürokratischen Belastungen“, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Regulatorische Stabilität sollte zunächst einkehren. Weitere Maßnahmen würden nur zu einer unverhältnismäßigen Unsicherheit führen.“

Michael H. Heinz, BVK-Präsident. Quelle: BVK

Der BVK ist der Auffassung, dass ein freier Markt mit seinen unterschiedlichen Vergütungssystemen den besten Schutz für Verbraucher liefert, und sie eine freie Wahl haben sollten. Das provisionsbasierte System biete Kunden einen erschwinglichen Zugang zu qualifizierter Beratung.

Im Hinblick auf die Regulierung des Online-Vertriebs spricht sich der BVK mit Verweis auf seinen gerichtlichen Erfolg gegen das Internetportal Check24 für gleiche Informationspflichten und Wettbewerbsbedingungen aus. „Die zukünftigen Entwicklungen der Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden den Markt verändern. Hierauf sollte dann zu gegebener Zeit reagiert werden“, erklärt Heinz.

Autor: VW-Redaktion

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