Hundert Versicherer verklagen Stromversorger wegen Zehn-Milliarden-Schaden

Energie und Winter sorgen für Mrd.-Klage in Texas. Bild von MeisterBohne auf Pixabay.

Alle gegen einen: Der Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) und mehrere lokale Stromversorger im Bundesstaat sehen sich mit einer massiven Klage von mehr als 100 Versicherungsgesellschaften konfrontiert. Ursächlich sind Schäden im Zusammenhang mit dem Netzausfall während des Wintersturms im Februar 2021. Die Versicherer argumentieren, der Schaden sei vermeidbar gewesen.

Laut Klage sagen die Versicherer, dass ERCOT für den Stromausfall im vergangenen Jahr verantwortlich war und dass das Problem „vollständig vermeidbar“ gewesen sei. Das Unternehmen habe es versäumt, sich angemessen auf die Wintersaison 2020-2021 vorzubereiten, und den Ausfall „sogar geplant“, zitiert insurancebusinessmag die Klage. Der Stromausfall im Februar 2021 führte zu mehr als 500.000 Versicherungsansprüchen und über 200 Todesfällen. Es wurde geschätzt, dass die Versicherer für Schäden im Zusammenhang mit dem Stromausfall mehr als 10 Milliarden Dollar zahlen werden. Das Geld soll nun zurückgeholt werden. „Das Ziel der Klage ist es, diese Kosten wieder hereinzuholen“, sagte Rich Johnson, Direktor für Kommunikation und öffentliche Angelegenheiten des Insurance Council of Texas (ICT), gegenüber FOX4.

Versorger im Visier

Eine Klage gegen Versorgungsunternehmen ist in Texas ungewöhnlich, in anderen Staaten aber bereits Realität. In Kalifornien wurde wegen Waldbränden 2017 und im Folgejahr geklagt. „Es gab einige massive Waldbrände, bei denen sich herausstellte, dass mangelnde Wartung viele der Waldbrände verursacht hat“, erklärte Johnson. Klagen gegen Energieunternehmen sind in Amerika ebenfalls nicht unbekannt.

Autor: VW-Redaktion

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