Insurance Europe beklagt bei PRIIPs-Überarbeitung zu kurze Fristen

Die EU will die "Beipackzettel" für Finanzprodukte vereinfachen – nicht jedes ist begeistert. Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay.

Die EU will die „Beipackzettel“ für Finanzprodukte vereinfachen. Die Versicherer sind nur mäßig begeistert von den Ideen zur Umsetzung der PRIIPs-Überarbeitung – Packaged Retail and Insurance-based Investment Products. Sie hat eigene Ideen.

Die europäischen Aufsichtsbehörden lassen bei den Versicherern keine Langeweile aufkommen. In diesem Jahr steht unter anderem die Überarbeitung der PRIIPs-Verordnung an. Der Versichererverband Insurance Europe (IE) sieht Anpassungsbedarf und fühlt sich von der Politik unnötig unter Zeitdruck gesetzt. Insurance Europe hat aktuell seine Antwort auf einen Aufruf zur Stellungnahme der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) zur bevorstehenden Überprüfung der PRIIPs-Verordnung durch die Europäische Kommission veröffentlicht. Der Verband hat einige Vorschläge, wie die Vereinfachung funktionieren könne.

Das PRIIPs-KID sollte das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Versicherungsdeckungen, Garantien oder anderen Kapitalschutzmechanismen an prominenter Stelle anzeigen und angemessenen Raum für die Erläuterung der Vorteile von Versicherungsprodukten bieten, findet IE. Bestimmte Sofortrenten und Bestattungsprodukte – „die fälschlicherweise von der Stufe-1-Definition erfasst werden“ – sollten vom Anwendungsbereich der PRIIPs ausgeschlossen werden. Im Gegensatz dazu sind die derzeitigen Ausnahmen für Rentenprodukte hilfreich und beibehaltungswürdig. Dies sei eine „notwendige Voraussetzung“ für aussagekräftige Informationen für die Verbraucher.

Die Anzahl der Seiten von PRIIPs sollte reduziert werden, die Bereitstellung auf Papierbasis sei „überholt“. Dagegen sollten Aspekte wie Layer, einzelne Ebenen in einem CAD-Programm, Grafik- oder Bildbearbeitungsprogramm, und Querverweisen durch Hyperlinks mehr Beachtung finden. Der derzeitige Ansatz bei Multioptionsprodukte müsse beibehalten werden, findet IE.

Weniger ist mehr

Generell sollte jede Überarbeitung des PRIIPs-Rahmens „nicht überstürzt werden“. Ausführliche Technik- und Verbrauchertests in allen Ländern sowie ein angemessener Zeitrahmen für die Konsultation der Interessengruppen sind laut IE von „entscheidender Bedeutung“. Die von der Europäischen Kommission gesetzte Frist für die Abgabe technischer Gutachten durch die ESA sei zu kurz und führe zu „erheblichen Einschränkungen“.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

3 × 5 =