Generali: Millennials fordern konkrete Lösungen für die Rentenpolitik

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Die künftige Entwicklung der staatlichen Rente scheint auch bei den Millennials große Sorgen hervorzurufen. Demnach kritisiert die Altersgruppe der 18- bis 32-Jährigen vor allem eine große Ungerechtigkeit im System, heißt es in einer aktuellen Umfrage der Generali Deutschland.

So haben die Jugendlichen konkrete Erwartungen an die Politik: Sie fordern, dass die Parteien sich den Themen Altersvorsorge und Rente verstärkt annehmen. Dabei denken mehr als 70 Prozent der jungen Menschen, dass die politischen Parteien diesbezüglich ihrer Generation aktuell keine ausreichende Beachtung schenken. Die Millennials seien sich absolut darüber bewusst, dass ihre Generation die nächsten Jahrzehnte die Rente schultern muss – und das sowohl für die heutigen als auch für die kommenden Rentenjahrgänge.

Zudem sehen die 18- bis 32-Jährigen die zunehmende Altersarmut (14 Prozent) als drittgrößtes Problem ihrer Generation – hinter dem Klimawandel (37 Prozent) und Pandemien (14 Prozent). Die Lösung des Problems sollte daher nicht in die ferne Zukunft geschoben werden, sondern schon heute angegangen werden. Über die Hälfte der jungen Menschen fordern daher von der Politik konkrete Lösungen über die gesetzliche Rente hinaus und mehr als ein Drittel fordert bessere Informationen.

“Die demografische Entwicklung hat den Rentenexperten bereits vor den Corona-Schulden große Sorgen bereitet. Beide zusammen, Corona und demografische Entwicklung, gehen eine unheilvolle Allianz gegen die gesetzliche Rentenversicherung ein. Die Rente ist alles andere als sicher.”

Michael Heuser, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA)

Demnach sind bereits 27 Prozent der jungen Deutschen sogar dazu bereit, auszuwandern, wenn die Politik keine adäquaten Lösungen finden würde. Vor allem die 30- bis 32-Jährigen spielen mit dem Gedanken, der Armut im Alter zu entgehen, indem sie in ein anderes Land mit deutlich günstigeren Lebenshaltungskosten ziehen.

Autor: VW-Redaktion

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