GDV: Autoknacker verursachen 2019 Schaden in dreistelliger Millionenhöhe

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Autodiebe haben im vergangenen Jahr insgesamt 14.229 kaskoversicherte Fahrzeuge gestohlen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert den dadurch entstandenen wirtschaftlichen Schaden auf rund 280 Mio. Euro. Dabei ist Berlin auch weiterhin die Hauptstadt für Autoknacker.

Damit sank die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge laut Kfz-Diebstahlreport des GDV gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar um fünf Prozent. Die durchschnittlichen Kosten für ein entwendetes Auto liegen mit rund 19.600 Euro pro Fahrzeug (minus ein Prozent gegenüber 2018) auf weiterhin hohem Niveau.

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Besonders beliebt sind nach Angaben des Branchenverbandes vor allem SUVs und Modelle von Toyota. Unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen finden sich gleich sechs SUVs, an der Spitze lag die zweite Generation des BMW X6. Zudem ist der japanische Automobilhersteller gleich mit fünf Modellreihen unter den Top-Ten der Autodiebe vertreten. Eine weitere Erkenntnis: Autoknacker konzentrieren sich zunehmend auf ältere Fahrzeugmodelle mit einem Alter von zwei bis drei Jahre.

„Die Bemühungen der Autohersteller, ihre Keyless-Entry-Systeme sicherer zu machen, zahlen sich offenbar aus.“

Jörg Asmussen, Mitglied der GDV-Geschäftsführung

Im Vergleich der Bundesländer und Großstädte hatte Berlin erneut die mit Abstand höchste Diebstahlrate. Hier wurden im Laufe des vergangenen Jahres 3.130 kaskoversicherte Pkw gestohlen. Dies entspricht einem Anstieg von neun Prozent. 

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So findet bundesweit mehr als jeder fünfte Autodiebstahl in der Bundeshauptstadt statt, die Diebstahlquote stieg von 3,1 auf 3,3 von 1.000 kaskoversicherten Pkw. Ebenfalls vergleichsweise hohe Diebstahlraten ergaben sich für Hamburg (1,4) und Leipzig (1,0). Zum Vergleich: In Bayern und Baden-Württemberg zusammen nicht einmal halb so viele Autos geklaut wie allein in Berlin.

Autor: VW-Redaktion

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