GDV erwartet versicherte Schäden von rund 900 Mio. Euro

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Die Unwetter in Süddeutschland Ende August haben Schäden verursacht, die auch die Versicherungswirtschaft teuer zu stehen kommen. Zuletzt hatte Tief „Denis“ den Konzern Versicherungskammer schwer erwischt.

„Wir gehen derzeit von versicherten Schäden von insgesamt gut 900 Mio. Euro aus“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

In der Statistik enthalten sind nach Angaben des Branchenverbandes GDV vor allem Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben über 550 Mio. Euro für die Unwetterserie Ende August beziehungsweise 950 Mio. Euro für den gesamten Monat. In der Kfz-Versicherung belaufen sich die Schäden auf rund 350 Mio. beziehungsweise 550 Mio. Euro.

„Für den gesamten August summieren sich damit die  Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen auf 1,5 Mrd. Euro.“

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Die Unwetter Ende August hatten vor allem in Bayern schwere Schäden angerichtet. Das Tief „Denis“ hatte seinen Schwerpunkt in den südbayerischen Orten Bad Bayersoien und Benediktbeuern. Dort ging am 26. August ungewöhnlich großer Hagel mit bis zu zehn Zentimeter Durchmesser nieder. Allein der Konzern Versicherungskammer „geht dabei aktuell für den Kumul ‚Denis‘ Schadenaufwänden im dreistelligen Millionenbereich aus“. Bis vor wenigen Tagen seien beim öffentlichen Versicherer in Bayern knapp 15.000 Schadenmeldungen allein in Folge des Sturmtiefs „Denis“ eingegangen.

Für das erste Halbjahr 2023 hat der GDV erst kürzlich versicherte Naturgefahrenschäden von 1,9 Mrd. Euro bilanziert. Das liegt unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im Gesamtjahr 2022 hatte der Schadenaufwand bei 4,3 Mrd. Euro gelegen, leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 4,2 Mrd. Euro. „Trotz der Unwetter der vergangenen Wochen blicken wir auf ein Halbjahr mit leicht unterdurchschnittlichen Schäden, vor allem da größere Winterstürme zum Jahresanfang ausgeblieben sind“, so Asmussen.

„Für 2023 erwarten wir einen Aufwand von rund vier Mrd. Euro. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Unwetter in Grenzen halten und große Herbst- und Winterstürme ausbleiben.“

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Am folgenschwersten waren in den ersten sechs Monaten die Unwetter „Lambert“ und „Kay“, die im Juni Schäden in Höhe von rund 740 Mio. Euro angerichtet hatten. Davon zahlten die Sachversicherer rund 250 Mio. Euro für Sturm- und Hagelschäden und etwa 140 Mio. Euro für weitere Naturgefahren wie Starkregen und Überschwemmung. Auf die Kraftfahrtversicherer entfielen rund 350 Mio. Euro.

Autor: VW-Redaktion

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