Weltbank schätzt Schäden der Beirut-Explosion auf rund 3,9 Mrd. Euro

Hausfassaden in Beirut. Quelle: Bild von djedj auf Pixabay

Die verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Gebäude und andere Infrastruktur im Wert von bis zu 4,6 Mrd. US-Dollar (rund 3,9 Mrd. Euro) zerstört. Zu dieser Schadenschätzung kommt die Weltbank in einer aktuellen Studie. Vor allem der Wohnungsbau, das Transportwesen und kulturelle Einrichtungen seien davon besonders betroffen.

Die Ökonomen der Weltbank schätzen zudem, dass in diesem und im nächsten Jahr bis zu 2,2 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau benötigt werden. Von den Schäden besonders betroffen sind besonders große Teile des Hafens sowie umliegende Wohngebiete massiv zerstört worden. Dazu zählen Viertel, die für ihre Restaurants, Bars und kulturellen Einrichtungen bekannt sind, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa) unter Berufung auf die Weltbank-Studie.

Bei den Detonationen im Hafen von Beirut wurden 180 Menschen getötet und rund 6.000 Menschen verletzt. Bis zu 300.000 Einwohner der libanesischen Hauptstadt sind durch die Explosionen obdachlos geworden. Die versicherten Schäden belaufen sich Schätzungen zufolge derzeit auf rund drei Mrd. Dollar. So schätzt der Rückversicherungsmakler Guy Carpenter die Schäden in der Kasko- und Ladungsversicherung sowie im Bereich der Hafendeckung auf bis zu 250 Mio. bzw. etwa 212 Mio. US-Dollar.

Während die Talanx derzeit mit einem niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag rechnet, dürfte die Explosion in Beirut für die Munich Re deutlich teurer zu stehen kommen. Konkrete Zahlen vermochte der Rückversicherer aber bislang noch nicht nennen: „Das ist schrecklich, was man da sehen muss. Wir gehen in Beirut aktuell davon aus, dass das ein Großschaden für uns wird“, konstatierte Finanzvorstand Christoph Jurecka bei der Präsentation der Halbjahreszahlen 2020.

Autor: VW-Redaktion

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