Nach Thomas-Cook-Pleite: Bundesregierung will Reisende mit Fonds absichern

Flugzeug von Thomas Cook. Quelle: Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

Die Bundesregierung will Reisende künftig mit einem Fonds gegen mögliche Insolvenzen in der Reisebranche absichern. Damit reagiert der Bund auf die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook. Demnach sollen nur die Veranstalter künftig Pauschalreisen anbieten dürfen, die in diesen gemeinsamen Topf einzahlen.

Dabei soll es eine Haftungsbeschränkung künftig weder für Reiseanbieter noch deren Versicherer geben, damit auch riesige Schadenssummen in Zukunft abgesichert sind und nicht vom Steuerzahler übernommen werden müssen. “Auf diese Weise wird ein umfassender Schutz der Reisenden sichergestellt”, wird Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) bei der Deutschen Presseagentur (dpa) zitiert.

Zudem müssen Reiseveranstalter laut Bericht als Sicherheit solche Summen beiseitelegen, deren Höhe sich an ihrer Bonität bemisst. Wenn ein Unternehmen Insolvenz anmelden muss, soll zunächst diese Sicherheit verwendet werden. Im nächsten Schrott sollen dann – falls nötig – Mittel aus dem gemeinsamen Fonds hinzukommen, der in der Aufbauphase noch durch eine staatliche Garantie abgesichert wird. Hinzu kommen als weitere Sicherheit Rückdeckungsversicherungen und gegebenenfalls Kreditzusagen.

Während die Verbraucherschützer diese Regelung begrüßen, fordert der Deutsche Reiseverband (DRV) “einen maßvollen Übergang vom alten ins neue System, den die Reiseunternehmen bewältigen können”. So stelle eine erweiterte Absicherung “eine zusätzliche erhebliche finanzielle Herausforderung für die Reiseveranstalter dar, die kurzfristig nur schwer zu lösen sein wird”, so DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Autor: VW-Redaktion

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