Corona-Virus tangiert Weltwirtschaft kaum

Börse New York. Quelle: Bild von skeeze auf Pixabay

Die Verbreitung des Corona-Virus bremst die wirtschaftliche Dynamik in China. Bereits jetzt ist absehbar, dass das BIP-Wachstum im ersten Quartal 2020 aufgrund der Epidemie deutlich unter die sechs Prozentmarke rutschen wird. Dennoch halte sich der negative Effekt insgesamt in Grenzen, glaubt die Beratungsgesellschaft Feri.

Zum einen ruhe die Produktion in weiten Teilen des Landes zum chinesischen Neujahrsfest ohnehin, und Verluste im stationären Einzelhandel können – anders als 2003 beim SARS-Virus – durch Onlinekäufe wenigstens zum Teil kompensiert werden.

Die Erfahrung mit der SARS-Epidemie hat zudem gezeigt, dass es nach dem Abklingen einer Epidemie zu einem Aufholeffekt kommt, der die Wachstumsrate im folgenden Quartal wieder „deutlich nach oben schnellen lässt“. Selbst in einem Negativ-Szenario einer länger andauernden Epidemie ist fest davon auszugehen, dass die chinesische Führung mit konjunkturstützenden Maßnahmen gegensteuert.

Alles nach Plan?

Schon vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie war damit zu rechnen, dass die Wachstumsdynamik Chinas im Laufe des Jahres 2020 unter die sechs Prozentmarke sinkt. Eine grundsätzliche Neubewertung der Lage erscheint daher „vorerst nicht notwendig“.

Das Risiko eines deutlichen Einbruchs der chinesischen Wirtschaft mit spürbaren negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleibe begrenzt. Allerdings, die Chance, dass von China im laufenden Jahr spürbar positive Impulse auf die Weltwirtschaft ausgehen, sind allerdings ebenfalls „sehr gering“.

Feri rechnet deshalb unverändert damit, dass es zu einer temporären und moderaten Erholung der Weltwirtschaft kommt, erwarten aber weiterhin keinen „kräftigen, längere Zeit andauernden neuen Aufschwung“.

Börsenkurse sinken

Andere Medien haben sich ebenfalls mit den Auswirkungen des Virus auf die Wirtschaft beschäftigt. Der Spiegel meldet, dass Chinas Aktienmärkte um neun Prozent „absacken“. Die Regierung versuche das Finanzsystem zu stärken und die Auswirkungen der Epidemie abzufedern. Die Zentralbank stellte den Geschäftsbanken am Montag 1,2 Billionen Yuan, etwa 156 Milliarden Euro, Liquidität zur Verfügung. Die Maßnahme soll die Funktionalität des chinesischen Geldmarkts und Bankensystems sicherstellen. Die SZ meldet die selbe Sachlage, ebenso andere Medien wie die Saarbrücker Zeitung.

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