Debeka Allgemeine bekommt neues Kernsystem für Komposit

Zentrale der Debeka in Koblenz, Quelle: Debeka

Die Debeka geht bei der Modernisierung ihrer IT-Systeme den nächsten Schritt. Demnach setzt die Debeka Allgemeine Versicherungs-AG, der Schaden- und Unfallversicherer des Koblenzer, auf die sogenannte Axon-Plattform des niederländischen Dienstleisters Keylane. Künftig sollen darüber alle Kernprozesse vom Verkauf, Vertrieb und der Verwaltung von Policen bis hin zur Bearbeitung von Schadensfällen abgewickelt werden.

Mit der Partnerschaft setze die Debeka als einer der ersten deutschen Versicherer auf die Komplettlösung von Keylane, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Keylane ist führender Plattformanbieter für die Versicherungs- und Rentenbranche. Das IT-Unternehmen betreut derzeit mehr als 225 Kunden in den Benelux-Ländern, den nordischen Ländern und der DACH-Region.

„Die Expertise von Keylane bei der flexiblen Produktkonfiguration und -integration sowie die Unterstützung von Axon bei unserem hybriden Vertriebsmodell und bei der Digitalisierung haben uns davon überzeugt, dass diese Implementierung bei der Debeka ein Erfolg wird. Wesentliche Teile davon sind bereits in einem erfolgreichen Proof of Concept realisiert worden“, kommentiert Debeka-Vorstand Normann Pankratz. „Für Keylane ist Deutschland ein wichtiges Land, und wir streben ein starkes strategisches Wachstum in diesem Gebiet an, indem wir unsere deutschen Aktivitäten in naher Zukunft ausbauen“, ergänzt Lukas van Grunsven, COO P&C und Vorstandsmitglied bei Keylane.

Bereits im Juli 2022 hatte die Debeka ein neues System für Zahlungsverkehr eingeführt. Für jeglichen Zahlungsfluss mit den Funktionen Inkasso, Exkasso, das SEPA-Mandate-Management sowie Banking wollen die Koblenzer künftig auf das IT-Kernsystem von ISS Inexa setzen. Dazu hat der Versicherer nach eigenen Angaben einen Vertrag mit dem Softwareanbieter ISS Software geschlossen, einem Unternehmen der Management- und Technologieberatung Sopra Steria. Ziel ist es, durch die Modernisierung auf Basis innovativer und zukunftssicherer Technologien die Effizienz im Zahlungsverkehr weiter zu steigern. 

Zudem optimieren die Koblenzer die technischen Prozesse ihrer Mitgliederbetreuung mit einem neuen Customer-Relationship-Management. Es handelt sich dabei nicht um eine Eigenentwicklung, sondern die Cloud-basierte IT-Lösung stammt von Salesforce, dessen CRM-Systeme bereits bei der R+V oder der Zurich im Einsatz sind.

Die Plattform ist nur ein Teil einer umfassenden Modernisierung bei der Debeka. Was sie umfasst und auf welche Probleme die Koblenzer dabei stießen, hat VWheute in einer umfassenden Geschichte analysiert.

Autor: VW-Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

dreizehn − sieben =