Das sind die besten PKV-Anbieter

Wer kann in der PKV besonders punkten? Bild von PatternPictures auf Pixabay

Das Rating-Unternehmen Ascore hat insgesamt 32 private Krankenversicherer genauer unter die Lupe genommen. Fünf Anbieter schnitten dabei am besten ab: die Hallesche, die LVM, die R+V, die Signal Iduna und die Universa. Zwei Anbieter haben sich jedoch verschlechtert.

So ist die Arag aus der Spitzengruppe herausgefallen, auch die Württembergische Krankenversicherung hat sich verschlechtert. Verbessert haben sich hingegen die Gothaer, die Bayerische Beamtenkasse sowie die Ergo Krankenversicherung. Schlusslicht ist hingegen der Versicherer im Raum der Kirchen Krankenversicherung AG. Ascore hatte im Rahmen des Ratings die Kennzahlen der 32 betrachteten Gesellschaften aus den Geschäfts- beziehungsweise SFCR-Berichten 2018 bis 2020 ausgewertet. Für die Bewertung wurden daraus 17 Kennzahlen (bis auf wenige Ausnahmen im Dreijahresschnitt) aus den Bereichen Erfahrung, Sicherheit, Erfolg und Bestand herangezogen.

Um Schwankungen auszugleichen, werden die meisten Kennzahlen über drei Jahre gemittelt. Eine Gewichtung erfolgt hierbei nicht. Für jedes erfüllte Kriterium wird bei der Auswertung ein oder ein halber Punkt zugewiesen. Dafür werden pro Kriterium eine Benchmark und eine Toleranz definiert. Hierbei orientiert sich die Benchmark am Marktdurchschnitt sowie an der Spannweite des Datensatzes bei dem jeweiligen Kriterium, heißt es weiter.

Dennoch täuscht das Rating nicht darüber hinweg, dass die Krankenvollversicherung weiterhin das Sorgenkind der PKV bleibt. So halten die meisten privaten Krankenversicherer ihre Daten zum Neugeschäft weiterhin unter Verschluss, heißt es im jüngsten Map-Report von Franke & Bornberg. Lediglich die Debeka und die Allianz können mit einem Zuwachs aufwarten.

Demnach konnten die Koblenzer im Jahr 2020 einen Zuwachs von 84.055 Versicherten aufführen. Die Münchener verzeichneten ein Plus von 10.398 Vollversicherten. Zudem konnten laut Analyse zwölf der 31 Anbieter mit Vollversicherten in den Büchern die Bestände ausbauen.

In absoluten Werten dominierte auch hier die Debeka das Feld mit einem Plus von 34.120 Kunden, gefolgt von HanseMerkur (11.058) und Arag (5.790). Ebenfalls noch vierstellig war der Bestandszuwachs auch bei der HUK-Coburg (2.077), Concordia (1.608), R+V (1.461) und LVM (1.194). Den größten Bestandsabrieb mussten wie in den Vorjahren hingegen die DKV (minus 16.469), Allianz (minus 9.258) und Bayerische Beamtenkrankenkasse (minus 6.327) verkraften.

Dennoch dürften die  Beiträge im Neugeschäft der privaten Krankenversicherer in diesem Jahr um etwa 2,53 Prozent steigen. Die unterschiedlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen allerdings aktuell noch keinen Einfluss. Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Morgen & Morgen hervor.

Ein Plädoyer für eine Bürgerversicherung, wie sie vor allem von der SPD, den Grünen und den Linken gefordert wird, ist dies aber noch nicht. So haben Ökonomen jüngst ausgerechnet, inwieweit sich dieses Modell lohnen würde.

Laut den Berechnungen des arbeitgeberfinanzierten Institut der Deutschen Wirtschaft (IW), die der Süddeutschen Zeitung vorliegen, würde in einem solchen Modell anders verteilt als bisher. Dabei könnte sich die Gruppe der heute gesetzlich Versicherten auf geringere Beiträge einstellen – allerdings nur für sechs Jahre. Dann würden die Prämien wieder auf das aktuelle Niveau steigen.

Autor: VW-Redaktion

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