Warum Makler einen steigenden Bedarf in Honorarberatung sehen

Die Zahl der Einfirmen-Vertreter ist deutlich zurückgegangen. Bildquelle: Axa

Der Bedarf an einer Honorarberatung scheint zu steigen. Laut einer Studie des Lebensversicherers Liechtenstein Life kann sich eine Mehrheit der befragten Makler (60 Prozent) vorstellen, eine Honorarberatung anzubieten. Zudem meint jeder zweite Makler (49 Prozent), dass die Honorarberatung Konflikte reduzieren würde.

Während 57 Prozent der befragten Honorarberater äußern, dass damit auch eine Verbesserung der Beratungsleistung einhergeht, denken dies auch etwa ein Drittel (29 Prozent) der Makler, die keine Honorarberatung anbieten. Dennoch bieten weniger als die Hälfte der befragten Makler – nämlich 42 Prozent – eine solche Honorarberatung an.

Auch bei den Beratern macht das Honorargeschäft laut Studie bei drei von vier Vermittler:innen weniger als die Hälfte des Geschäfts aus. Nur bei knapp jedem Fünften (19 Prozent) von ihnen sind es über 80 Prozent Anteil am Gesamtgeschäft. Zudem setzt der überwiegende Teil der Makler auf ein hybrides Geschäft, die ihren Fokus sowohl auf die klassische als auch auf die Honorarberatung legen.

“Wir als Versicherer beobachten ein deutlich gestiegenes Interesse von Kundenseite an Nettoprodukten, die komplette Transparenz hinsichtlich der Vergütung schaffen. Gleichzeitig sehen wir, dass die Angebote bei Weitem noch nicht ausreichen, damit Kundinnen und Kunden aus einem vielfältigen Produktportfolio wählen können. So forcieren gerade wir als digitaler Versicherer ein breites Netto-Angebot, das wir kontinuierlich ausbauen.”

Gordon Diehr, COO von Liechtenstein Life

Rund 23 Prozent der Befragten ist zudem der Meinung, dass die Nachfrage nach Honorarberatung kontinuierlich steigt. Die Makler, die bereits Honorarberatung anbieten, sehen gar zu 43 Prozent eine steigende Nachfrage nach derartigen Produkten. 63 Prozent der befragten Makler sind außerdem der Meinung, dass es zu wenige Versicherungsprodukte gibt, die für die Honorarberatung geeignet sind.

Insgesamt können sich jedenfalls 60 Prozent der Makler grundsätzlich vorstellen, zukünftig auch Honorarberatung anzubieten. Dem gegenüber stehen 40 Prozent, die auch in Zukunft nicht auf Honorarbasis beraten möchten. Konkrete Pläne, in den kommenden zwölf Monaten Honorarberatung anzubieten, haben dabei 17 Prozent, während 83 Prozent kurzfristig keine derartigen Vorhaben haben.

Autor: VW-Redaktion

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