Kfz-Versicherung: Elektroautos “in allen Fällen” günstiger

Renault Zoe, ein Elektroauto. Quelle: Renault.

Die elektrischen Flitzer sind in der Versicherung deutlich preiswerter als die Benziner. Viele schauen auf das Phänomen wie auf einen Alien – fasziniert und fragend. Dabei ist die Antwort simples Versicherungseinmaleins. Allerdings zeigt die Beschäftigung mit dem Thema einen Trend, der für die Kfz-Branche entscheidend sein wird.

Je größer das Risiko, desto höher die Versicherungsprämie. Das ist die grundlegende Regel in der Versicherungswelt. Logischerweise gilt das Prinzip auch beim Kfz-Schutz. Wie genau der Beitrag berechnet wird, hat unter anderem der GDV ausführlich erklärt.

Bei der Betrachtung des Risikos kann das Geheimnis der günstigen Stromer gefunden werden. “Die häufig batterieschonende Fahrweise korreliert in hohem Maße mit einem sicheren Fahrstil”, sagt Horst Müller-Peters, Leiter der Forschungsstelle Versicherungsmarkt am Kölner Institut für Versicherungswesen (IVW) der TH Köln. Die Fahrer der E-Flitzer sind also umsichtiger, es kommt zu weniger Unfällen und Schadenauszahlungen, was sich in den Prämien zeigt.

Tendenz zu weniger Schäden

Vorausgegangen war der Frage ein Vergleich des Portal Verivox, dass Benzin- und Elektroversion eines Modells verglichen und festgestellt hat, dass der Stromer “in allen Fällen deutlich günstiger” ist.

Das liegt an dem geringeren Risiko aber auch daran, dass die Assistenzsysteme für weniger Unfälle sorgen, wie Müller-Peters erklärt. Es gäbe eine “Tendenz zu weniger Schäden”. Der Trend würde die höheren Kosten ausgleichen, die bei einem Schaden mit E-Autos entstehen, in denen “mehr Sensoren und Kameras verbaut” sind. Zusätzlich locken viele Versicherer die E-Kunden derzeit mit rabattierten Beiträgen.

Da auch in Benzinern die Tendenz zu mehr Assistenzsystemen ausgeprägt ist, sollten die Schäden künftig zurückgehen.

Ent­wick­lung der durch­schnitt­li­chen Jah­res­prä­mie in den letzten zehn Jahren. Quelle: GDV

Autor: VW-Redaktion

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