Mehr als nur Bienen und Blumen: Alte Leipziger macht bei Nachhaltigkeit ernst

Biene bei der Arbeit. - auch die Alter Leipziger ist um Nachhaltigkeit bei ihrem Tun bemüht. Bild von katja auf Pixabay

Wenn Sie Frank Kettnaker treffen, fragen Sie ihn nach Bienen. Der Vertriebsvorstand wird begeistert über die Honigbringer, Blumenwiesen und Nachhaltigkeit reden. Doch nicht nur er, sondern der ganze Konzern hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben und wendet das Prinzip auch beim Investmentprozess an.

Bereits bei der letzten DKM erklärte der Vorstand, dass sein Unternehmen Nachhaltigkeit auch beim Investmentprozess einsetzt – auch die Bienen kamen bereits zur Sprache. Doch auch jenseits von Blumenwiesen auf dem Gelände des Versicherers ist das Unternehmen tätig.

Der Vorstandsvorsitzende Christoph Bohn und Finanzvorstand Martin Rohm haben die “Prinzipien für verantwortliches Investieren” (Principles for Responsible Investment, PRI) unterzeichnet. Das berichtet der Konzern in seinem neuen Nachhaltigkeitsbericht 2019. “Mit der Beteiligung an PRI setzen wir ein klares Zeichen, dass auch wir unsere Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft ernst nehmen”, sagt Bohn.

PRI ist eine Initiative, die von institutionellen Investoren und den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde. Sie macht sich für mehr Nachhaltigkeit bei Umweltfragen, sozialen Themen und in der Unternehmensführung stark.

Mit einem Marktwert von, nach eigener Aussage, rund 42 Mrd. Euro sind die Kapitalanlagen des Alte Leipziger-Hallesche Konzerns für das Nachhaltigkeitsengagement von Bedeutung. “Das ist ein starker Hebel, mit dem wir Spürbares bewegen können. Durch die Unterzeichnung der PRI verpflichten wir uns, Nachhaltigkeitskriterien im Investmentprozess zu berücksichtigen”, erklärt Rohm.

Ein Oberaufseher

Um Nachhaltigkeitsziele mit mehr Nachdruck bei den investierten Unternehmen durchzusetzen, bündelt der Konzern seine Interessen mit anderen Investoren. Ein Overlay Manager, die BMO Global Asset Management, vertritt die Nachhaltigkeits-Interessen der Gruppe. Sowohl durch Stimmrechtsausübung als auch durch den direkten Austausch mit der Geschäftsleitung der investierten Unternehmen sollen diese von einer nachhaltigeren Geschäftstätigkeit überzeugt werden. Im Jahr 2020 wurden so bereits “119 Unternehmen” auf mögliche Verbesserungen in Fragen des Umweltschutzes bzw. der Klimaneutralität sowie Personal und Soziales angesprochen.

Kettnaker hat Wort gehalten. Im Interview im Mai befürchtete er, dass das Thema Nachhaltigkeit nach Corona erst einmal hinten anstehen müsse, doch er versicherte auch: “Wir als Alte Leipziger-Hallesche werden daran festhalten und haben die Nachhaltigkeit weiter voll auf dem Schirm.”

Autor VW-Redaktion

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