Maxpool hilft Maklern bei Rückforderungen mit eigenem Geld

Maklern wird von Maxpool geholfen. Bild von Anastasia Gepp auf Pixabay

Der Maklerpool unterstützt Maklerbetriebe mit Liquidität bei Courtage-Rückforderungen. Die Corona-Krise kann Maklerbetriebe in finanzielle Bedrängnis bringen. Maxpool hat für seine 7.000 kooperierenden Maklerbetriebe ein internes Stundungsprogramm entwickelt, bei dem es mit eigenem Geld bürgt.

Wenn Kunden Beiträge reduzieren, schuldig bleiben oder sogar Verträge kündigen, haftet der Makler im Personengeschäft für alle noch nicht vollständig vereinbarten Abschlusscourtagen. Angesichts der Haftungszeiten von bis zu acht Jahren ist das Risiko von Rückforderungen angesichts der Coronakrise vorhanden und schwierig abzuschätzen. Als Ausgleich für staatliche Leistungen ist es nicht gedacht.

„Das interne Stundungsprogramm ist keinesfalls in Konkurrenz oder als Ersatz für allgemeine staatliche Hilfestellungen oder Kreditprogramme der KfW zu verstehen“, erklärt Oliver Drewes, der Vorstandsvorsitzende der Phönix Maxpool Gruppe, die seit Februar unter diesem Namen firmiert. „Natürlich empfehlen wir jedem Makler für Umsatzrückgänge und Verdienstausfälle die Hilfsprogramme des Staates zu nutzen, die wir insgesamt sehr begrüßen.“

Mit dem Stundungsprogramm will der Pool nicht die  Umsatzrückgänge der Maklerbetriebe kompensieren. „Wir decken gezielt das separat drohende Risiko ab, falls bereits vermitteltes Geschäft von Kunden nicht mehr voll oder gar nicht mehr mit Beiträgen bedient wird und Versicherer deswegen Courtagen zurückfordern“, erklärt Herr Drewes. Durch Rückforderungen können beachtliche Salden entstehen, die für Maklerbetriebe bei ihrer Hausbank erfahrungsgemäß nur schwer zu finanzieren sind, insbesondere, wenn zeitgleich Umsatzrückgänge hinzukommen.

Bisher läuft es gut

„Aktuell verzeichnen wir bei Maxpool nach wie vor stabile und derzeit sogar sehr gute Umsätze und es liegen bislang auch noch keine relevanten Stornierungen vor. Jedoch ist der weitere Verlauf dieser Krise schwer vorherzusehen. Die möglicherweise in den kommenden Monaten entstehende doppelte Last aus sinkenden Umsätzen und ansteigenden Stornierungskosten könnten Makler nur schwer schultern, befürchtet Drewes.

Er betont, dass es sich bei dem internen Stundungsprogramm nicht um klassische Kreditvergabe handelt, die bekanntlich nur Banken vorbehalten ist. Vielmehr steht Maxpool mit eigenem Kapital bei Rückforderungen durch die Produktgeber ein und stundet die anfallende Rückvergütung gegenüber dem Maklerbetrieb.

„Wir haben unsere ‚Kriegskasse‘ geöffnet und stellen uns als Unternehmen mit über 100 Jahren Markterfahrung und mit all unseren Möglichkeiten schützend vor unsere aktiven Kooperationspartner“, kündigt der Poolchef an. Bei Bedarf würde die Phönix Maxpool Gruppe eine siebenstellige Summe zu diesem Zweck bereitstellen. Mit diesem speziellen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise will der Maklerpool seine Kooperationspartner bestmöglich vor finanziellem Stress schützen, unabhängig von etwaigen Hilfsprogrammen durch den Staat oder durch die Produktgeber. 

Zudem soll die Bearbeitung schnell erfolgen. „Wir werden jede Anfrage innerhalb von maximal drei Werktagen bearbeiten, sofern alle nötigen Unterlagen vorliegen“, sichert Drewes zu.

Autor: Maximilian Volz

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