Greta-Effekt? Versicherungskunden wollen verpflichtende CO2-Kompensation für gefahrene KFZ-Kilometer

Greta Thunberg, Umweltaktivistin. Quelle: Lëa-Kim Châteauneuf - Eigenes Werk, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82608802

Ist das viel oder viel zu wenig: Deutsche Autofahrer wollen CO2 über ihre Autoversicherung kompensieren. Immerhin 28 Prozent sprechen sich gar für eine verpflichtende CO2-Kompensation für gefahrene Kilometer aus, meldet der Versicherer Friday.

Eine Umfrage des Digitalversicherers belegt laut Unternehmen, dass die Deutschen nicht nur Verantwortung, sondern auch die Kosten für mehr Klimaschutz übernehmen wollen. Jeder Zweite ist bereit, auf eigene Kosten zur Erreichung der Klimaziele beizutragen, fast jeder dritte Deutsche nutzt bereits Kompen­sationsangebote.

Fast jeder zweite Deutsche (48 Prozent) ist bereit, auf eigene Kosten zur CO2-Kompensation und damit zur Erreichung der Klimaziele beizutragen, 28 Prozent nutzen bereits bestehende Angebote – beispielsweise bei Flug- oder Bahnreisen – und für jeden Dritten ist die CO2-Kompensation bei einer Autoversicherung wichtig, zeigt die Umfrage. Weitere 28 Prozent würden freiwillig mehr für eine Autoversicherung zahlen, wenn die Mehrkosten zur CO2-Kompensation eingesetzt würden, ebenso viele sprechen sich für eine verpflichtende CO2-Kompensation für jeden gefahrenen Kilometer aus.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Umfrage. Leider bedeuten die Ergebnisse auch, dass mehr als die Hälfte dem genannten Gedanken zur CO2-Kompensation ablehnend gegenübersteht.

Mehr junge Menschen

Mehr als die Hälfte der unter 30-jährigen Autofahrer sprechen sich klar für die CO2-Kompensation aus, um die Klimaziele zu erreichen. Jeder zweite Berufstätige und fast drei Fünftel der Auszubildenden und Studenten sind bereit, für die Erreichung der Klimaziele mehr zu bezahlen. Diese Bereitschaft lässt im Alter jedoch nach. Bei den 50-69-jährigen sind es nur noch vier von zehn Befragten, die für CO2-Kompensation einstehen. Dazu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Während auf dem Land oder in Städten mit weniger als 5.000 Einwohnern nur jeder Sechste für eine „grüne“ Autoversicherung mehr bezahlen würde, wenn die Mehrkosten zur CO2-Kompensation beitragen, ist es in Städten mit mindestens 100.000 Einwohnern jeder Dritte. „Für betroffene Großstadtbewohner kommt die CO2-Kompensation eher in Frage, als für die Landbevölkerung. Gleichzeitig ist jeder zweite Autofahrer, der mehr als 15.000 km pro Jahr fährt bereit, durch CO2-Kompensation zur Erreichung der Klimaziele beizutragen“, sagt Friday-CEO Dr. Christoph Samwer.

„Für Autofahrer, die ihre gefahrenen Kilometer kompensieren möchten, haben wir deshalb einen ECO-Tarif entwickelt“, führt er weiter aus. FRIDAY ermöglicht seinen Kunden mit dem ECO-Tarif, den persönlichen ökologischen Fußabdruck, der durch das Autofahren entsteht, zu reduzieren. In Kooperation mit myclimate werden 80 Klimaschutzprojekte in 50 Ländern unterstützt.

Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage von mindline media anhand einer Online-Befragung (1.025 Befragte) unter Führerscheinbesitzern im Zeitraum vom 31. Oktober bis 7. November 2019.

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