Treibt Helvetia-Tochter Moneypark ein übles Spiel mit ehemaligen Vertriebspartnern?

Die Vertriebsausrichtung kann ein Streitfall sein. Quelle: Bild von ijmaki auf Pixabay

Es ist eines der wertvollsten Startup des Schweizer Finanzplatzes. Jetzt trennt sich Moneypark „über Nacht“ von ehemaligen Vertriebspartnern, die das nicht mit sich machen lassen wollen. Es liegen Klagen in der Luft.

Der Kern der Unstimmigkeit ist eine neue vertriebliche Ausrichtung des Insurtechs. Moneypark spricht von einer „Anpassung eines Teils des Vertriebs“ und der Sinnhaftigkeit, „Franchisegebiete zu übernehmen und in den klassischen Eigenvertrieb zu überführen“, wie das Nachrichtenportal Inside Paradeplatz berichtet.

Die bisherigen und nun nicht mehr benötigten Partner sprechen von Ausnutzung. „Wir waren gut für die Aufbauphase“, sagt ein Betroffener, „nun zieht uns die Moneypark den Stecker.“ Laut der Schweizer Nachrichtenseiten würden Klagen gegen Moneypark vorbereitet.

Das Unternehmen ist im Jahr 2012 gegründet worden und gehört mittlerweile mehrheitlich zu Helvetia. Für den Anteil von 107 Millionen Franken sicherte sich der Versicherer 70 Prozent am Insurtech, das Hypotheken, Versicherungen und andere Finanzangebote vermittelt und auf 150 Millionen Euro Wert geschätzt wird. Das Fintech ist umtriebig und wirbt aktuell viel und teuer, doch die bisherigen Vertriebspartner sind offenbar nicht mehr Teil der Planung.

Das Insurtech habe laut der Nachrichtenseite „offenbar die Verträge mit den Franchisepartnern einseitig und quasi über Nacht abgeändert“. Wer dagegen aufbegehrte, erhielt die Kündigung. „Vogel friss oder stirb“, habe das Angebot der Moneypark gelautet, so ein Betroffener.

Ob es zu Klagen kommt und wie diese verlaufen, wird die Zukunft zeigen – VWheute wird weiter berichten.