Polizisten machten Fotos von verunglückten Basketballer Kobe Bryant: Witwe bekommt Schadenersatz in Millionenhöhe

Kobe Bryant verstarb bei einem Helikopter-Unglück. Bild von Alexandru Manole auf Pixabay

Vor etwa zweieinhalb Jahren ist der ehemalige US-Basketball-Star Kobe Bryant bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben gekommen. Nun hat ein Gericht seiner Wirte einen Schadenersatz in Millionenhöhe zugesprochen, nachdem Polizisten und Rettungskräfte Fotos der Unglücksstelle gemacht hatten.

Demnach soll Bryants Witwe insgesamt 16 Mio. Dollar erhalten – umgerechnet rund 16 Mio. Euro – erhalten. Laut einem Bericht der Tagesschau hatten ihre Anwälte während des Prozesses angegeben, dass in den ersten 24 Stunden nach dem Unglück mindestens elf Polizisten und etwa ebenso viele Feuerwehrleute Fotos vom Unglücksort Bekannten und anderen Rettungskräften gezeigt oder zugeschickt hatten.

Die Anwälte der Gegenseite erklärten jedoch, dass die Fotos zwar gemacht worden, aber nie veröffentlicht worden seien. Bryants Witwe und der weitere Kläger, Chris Chester, hätten demnach laut Bericht durch dieses Handeln großes emotionales Leid erfahren. Chesters Frau und Tochter waren ebenfalls bei dem Unglück ums Leben gekommen. Laut Urteil wurde ihm ebenfalls ein Schadenersatz von 15 Mio. Dollar zugesprochen. In einem separaten Prozess hatten weitere Angehörige ebenfalls ein Schmerzensgeld über 2,5 Mio. Dollar erhalten.

Bryants Witwe hat zudem die Helikopterfirma verklagt. So habe der Pilot fahrlässig gehandelt, als er bei Nebel flog, das habe Kobe und Gianna Bryant sowie sieben weitere Personen das Leben gekostet, lautet einer der Klagepunkte. Eine Tochter des US-Versicherer Sompo hat sich allerdings in einem Statement für nicht erstattungspflichtig erklärt, ebenso bereits zuvor der Anbieter des Fluges. Der Versicherer Endurance hat OCH eine Police mit einem zehn Millionen US-Dollar-Limit für körperliche und Sachschäden bereitgestellt. Ebenso hat das Unternehmen „to a reservation for rights“ (unter Vorbehalt) die Verteidigung zugesagt, ein in Versicherungsfällen nicht unübliches Prozedere.  Von seinem Vorbehaltsrecht will Endurance nun Gebrauch machen.

Autor: VW-Redaktion

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