Allianz-Managerin Hunt: “Wenn ein Geschäft wirtschaftlich sinnvoll ist, wären wir in der Lage, es zu finanzieren”

Jacqueline Hunt. Quelle: Allianz SE

Das Thema Nachhaltigkeit entwickelt sich bei den Versicherern anscheinend zu einem regelrechten Trendthema. “Noch vor drei bis vier Jahren wurde das nur von wenigen Pensionsfonds, vor allem aus Nordeuropa, dominiert. Es wird sicherlich stark wachsen und viel mehr Aufmerksamkeit unter den Investoren erhalten. Aber ich glaube nicht, dass es das wichtigste Thema in unserer Branche werden wird”, glaubt Allianz-Vorständin Jacqueline Hunt.

So gehe “es bei nachhaltigem Investieren darum, Risiken aus den Portfolios zu entfernen. Viele Anleger fürchten, in sogenannten Stranded Assets gefangen zu sein. Das sind Vermögenswerte, die beispielsweise aufgrund eines sich verändernden Klimas an Wert verlieren”, betont die Allianz-Managerin im Gespräch mit dem Finanzmagazin Euro.

Zudem stelle man fest: “Nachhaltigkeit entwickelt sich von einem rein institutionellen Ansatz zu einem umfassenderen Ansatz für Privatanleger. Wir sehen Interesse nicht nur in Europa, sondern tatsächlich auch in Märkten wie den Vereinigten Staaten – das ist positiv. Nachhaltiges Anlegen ist noch ein junger Markt, aber mit einem passenden Angebot kann man definitiv eine gute Rendite erzielen”, erläutert Hunt.

Die Allianz hat derzeit ehrgeizige Ziele für ihr Asset Management. So will der Versicherer seine Vermögensverwaltungssparte weiter ausbauen und nimmt dabei auch Zukäufe ins Visier. Das Ziel: “Wir schauen, wie wir weiter wachsen können, sowohl  organisch wie auch anorganisch”, betonte Hunt vor wenigen Tagen.

“Wenn ein Geschäft wirtschaftlich sinnvoll ist, wären wir in der Lage, es zu finanzieren. Ich glaube nicht, dass ein Börsengang ein schnelleres oder anderes Wachstum ermöglichen würde”, betont die Allianz-Managerin gegenüber dem Finanzmagazin Euro am Sonntag. Konkrete Übernahmeziele wollte die Südafrikanerin jedoch nicht nennen.

Autor: VW-Redaktion

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