Wechselt Uniqa-CEO Brandstetter ins Kabinett Kurz?

Vienna, Austria - November 29, 2016: Andreas Brandstetter der UNIQA Group / Untere Donaustraße 25 / 1020 Wien. Photo: Matt Observe.

Der österreichische Versicherer hatte im November Änderungen an der Konzernstruktur angekündigt. Der Uniqa-Vorstandsvorsitzende Andreas Brandstetter hat sich nun zum Umbau geäußert und erklärt, ob es in die Politik zieht, wie bereits gemunkelt wurde.

Der österreichische Versicherer hat den Vorstand verkleinert und die Konzernstruktur verschlankt, VWheute berichtete. Zu den Gründen erklärt Brandstetter gegenüber der Zeitung Der Standard, dass Niedrigzins, Regulatorikkosten und technische Innovationen den Druck auf  die Versicherer erhöhen würden. Drauf reagiere Uniqa, indem „wir bei uns selbst sparen und uns schlanker, kundenzentrierter organisieren“. Das Ziel sei „mehr Kundennutzen und weniger Kosten“.

Kritisiert wurde, dass im verkleinerten Vorstand nur Männer säßen. Das will Brandstetter so nicht stehen lassen.  Insgesamt haben wir in unseren 18 Ländern derzeit 15 Frauen in Vorstandsfunktionen – und sechs weibliche Vorstandsvorsitzende.“ Der Frauenanteil an Vorstandsmandaten betrage 27 Prozent.

Wechsel in Politik?

Der einstiger Uniqa Österreich-Chef Hartwig Löger zog es in die Politik. Er wurde Finanzminister und Kurzzeitkanzler in der Koalition der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Aktuell haben sich ÖVP und Grüne auf eine Regierung unter Kanzler Sebastian Kurz geeinigt. Wäre das nicht die perfekte Gelegenheit, das Metier zu wechseln, schließlich besitzt Brandstetter eine politische Vergangenheit.

Der Uniqa-Chef arbeitete zu Beginn seiner beruflichen Karriere als Mitarbeiter im Büro des damaligen Vizekanzlers Erhard Busek. Was läge also näher als ein Wechsel in die Wiener Ringstraße, direkt ins Parlamentsgebäude? Laut Brandstetter vieles.

Er besitze nicht die Fähigkeiten, „die man dazu braucht“, erklärte der CEO offen und knapp. So viel Bescheidenheit und Selbstreflexion ist in der heutigen Zeit eher unüblich, für einen umbauverantwortlichen Vorstandsvorsitzenden aber sicherlich hilfreich.

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