Munich Re übertrifft Erwartungen
Munich-Re-Sitz in München. Bildquelle: mst
Ein gutes Kapitalanlageergebnis und wenige Großschäden bescheren der Munich Re im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen Gewinn weit über den Analystenschätzungen. Der weltweit größte Rückversicherer steuert auf ein Rekordjahr zu.
Wie der Dax-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte, belief sich der Nettogewinn im zweiten Quartal 2026 auf rund 2,2 Milliarden Euro. Die Munich Re übertrifft damit die Erwartungen der Branchenbeobachter. Analysten hatten für den Dreimonatszeitraum im Schnitt lediglich mit einem Gewinn von 1,786 Milliarden Euro gerechnet.
Vor allem das Kerngeschäft, die Schaden- und Unfall-Rückversicherung, profitierte von einer geringen Belastung durch Großschäden. Zudem entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis besser als gedacht. Das Umfeld auf den Finanzmärkten schlug sich auch bei der Erstversicherungstochter Ergo nieder. Die Sparte steuerte einen Nettogewinn von rund 300 Millionen Euro zum Gesamtergebnis bei.
Der Nettogewinn der Munich Re summiert sich im ersten Halbjahr auf rund 3,9 Milliarden Euro. Mit diesem Zwischenstand dürfte der Rückversicherer die Jahresprognose von 6,3 Milliarden Euro für das laufende Jahr aller Voraussicht nach übertreffen.
In Q1 erzielten die Münchener ein Nettoergebnis von 1,7 Mrd. Euro. Das versicherungstechnische Gesamtergebnis des DAX-Konzerns kletterte auf 2,7 Mrd. Euro, getrieben durch niedrige Belastungen durch Großschäden in der Rückversicherung. Während das erste Quartal 2025 noch massiv unter den Waldbränden in Los Angeles litt, blieb es in den ersten drei Monaten dieses Jahres vergleichsweise ruhig. Die Großschadenbelastung in der Schaden-Unfall-Rückversicherung sank entsprechend drastisch von einer Mrd. Euro auf 130 Mio. Euro. Mit einer Schadenquote von 3,5 Prozent der Versicherungsumsatzerlöse lag die Munich Re weit unter ihrem Erwartungswert von 18 Prozent.
Die detaillierten und endgültigen Zahlen für das zweite Quartal wird die Munich Re wie geplant am 7. August 2026 vorlegen.
Autor: VW-Redaktion
