Munich Re über den Erwartungen

Munich Re-Chef Joachim Wenning. Bildquelle: Munich Re

Der Rückversicherer Munich Re hat im zweiten Quartal 2025 besser abgeschnitten als von Analysten prognostiziert. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Kurzmitteilung des DAX-Konzerns hervorgeht, lag der vorläufige Nettogewinn bei rund 2,1 Mrd. Euro. Damit übertraf das Ergebnis die Schätzung von 1,6 Mrd. Euro deutlich.

Treiber der positiven Entwicklung war laut Munich Re eine insgesamt solide operative Performance, insbesondere in der Schaden- und Unfallrückversicherung. Dort fielen die Belastungen durch Großschäden geringer aus als üblich, heißt es. Auch im Segment Global Specialty Insurance blieben die Großschäden unter dem langfristigen Durchschnitt.

Zudem profitierte der Konzern unter der Leitung von Joachim Wenning von einem guten Kapitalanlageergebnis. Die Erstversicherungstochter Ergo erreichte im zweiten Quartal ein Ergebnis im Rahmen der Erwartungen. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal kommuniziert Munich Re am 8. August.

Während die operative Entwicklung im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft positiv blieb, belasteten einzelne Großschäden das Ergebnis temporär. Zudem wirkte sich die Abwertung des US-Dollar negativ auf das Währungsergebnis der Gruppe aus, berichtet der Rückversicherer.

Für das erste Halbjahr weist Munich Re einen Konzerngewinn von rund 3,2 Milliarden Euro aus. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen die Münchener mit einem Nettoergebnis von etwa sechs Milliarden Euro.

Das Konzernergebnis der Munich Re hat sich im ersten Quartal 2025 aufgrund der verheerenden Waldbrände im Raum Los Angeles von zuvor gut 2,1 Mrd. auf 1,1 Mrd. Euro fast halbiert. Finanzchef Christoph Jurecka räumte damals ein, dass das Schadenereignis an der Munich Re „nicht spurlos“ vorbeigegangen sei. Doch insbesondere starke Beiträge aus der Lebensrückversicherung sowie von der Erstversicherungstochter Ergo hätten die negativen Effekte durch hohe Schadenzahlungen in der Schaden-/Unfallrückversicherung „zum Teil kompensiert“. Jurecka sprach in diesem Zusammenhang von einer „umsichtigen Steuerung“ des Geschäftsportfolios.

Autor: VW-Redaktion