Zurich bedient sich bei AIG

Zurich-Zentrale in Zurich. Quelle: mv.

Die Zurich-Gruppe kauft das Reiseversicherungs- und Assistancegeschäft des New Yorker Versicherers. Der Bereich firmiert bislang unter der Marke AIG Travel. Die Schweizer legen für die Sparte, die derzeit auch bei der Allianz hoch im Kurs steht, 600 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Eine zusätzliche Earn-out-Zahlung könnte noch hinzukommen.

Das Geschäft von AIG wird mit Zurichs Reiseversicherungsanbieter Cover-More Group (Cover-More) zusammengelegt. Die Schweizer sehen in dem Deal eine gute Möglichkeit, ihre Präsenz in den USA auszubauen. Die Übernahme verschafft Zurich Zugang zu einem neuen globalen Kundenstamm und macht sie zu einem weltweit führenden Reiseversicherer.

Als Teil der Akquisition wird die Gesellschaft zudem die etablierte Marke Travel Guard von AIG Travel in ihr globales Mehrmarkenmodell von Cover-More einbinden. Cover-More soll seine globalen Kapazitäten durch die IT-Plattform von AIG Travel erweitern. Zurich wird im Rahmen der Transaktion darüber hinaus die globalen Servicezentren von AIG Travel übernehmen.

Der Schweizer Versicherer kalkuliert damit, dass die Übernahme zu jährlichen Bruttoprämien von rund zwei Milliarden US-Dollar für die dann deutlich vergrößerte Cover-More-Gruppe führen wird. Den Schweizer Solvenztest, dessen Grundsätze mit jenen von Solvency II übereinstimmen, soll die Transaktion mit einer Senkung um voraussichtlich rund vier Prozent belasten.

Die Übernahme muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden und soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden.

Assistance steht bei den großen Versicherern derzeit hoch im Kurs. Gestern etwa gab Allianz Partners, die Assistance-Tochter des Versicherers Allianz, eine Kooperation mit dem französischen Automobilhersteller Renault bekannt. Den Zuschlag erhielt die Allianz nach einer turnusmäßigen Ausschreibung, bei der sie diverse Mitbewerber ausstechen konnte, wie VWheute auf Nachfrage erfuhr. Kernstück der sogenannten Mobilitätsgarantie ist eine Pannenhilfe, die Fahrer rund um die Uhr an jedem Tag des Jahres aus der Klemme helfen soll. 

Autor: VW-Redaktion