Signal Iduna, Volkswohl Bund und Öffentliche Braunschweig schreiben Zinswende fort

Bildquelle: Signal Iduna, Volkswohl Bund, Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig

Zwei Versicherer aus Dortmund heben die Überschussbeteiligung zum neuen Jahr an: Während die Signal Iduna die laufende Verzinsung um 0,1 Prozentpunkte erhöht, gibt es beim Volkswohl Bund künftig 0,2 Prozentpunkte mehr. Bereits im Vorjahr hatten beide Unternehmen ihre Überschussbeteiligungen angehoben. Zum Kreis der Zweifach-Erhöher zählt nun auch der Regionalversicherer Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig.

Nachdem die Signal Iduna ihren Kunden 2022 lediglich eine laufende Verzinsung von 1,65 Prozent bot, stieg die Zinsgutschrift im Folgejahr deutlich auf 2,5 Prozent – der nun angekündigte Zinsschritt für 2024 fällt nicht mehr ganz so üppig aus: 0,1 Prozentpunkte kommen neu hinzu, sodass die laufende Verzinsung also 2,6 Prozent (Rechnungszins zuzüglich Zinsüberschuss) betragen wird.

Die Gesamtverzinsung für Signal-Iduna-Kunden liegt künftig bei 3,1 Prozent, nach zuvor 3,0 Prozent. Zur laufenden Verzinsung von 2,6 Prozent kommen also noch ein Schlussüberschuss und eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven in Höhe von 0,5 Prozent hinzu. Man habe die Gesamtverzinsung für das kommende Jahr „moderat ausgebaut“, teilte die Signal Iduna am Montag mit.

Bereits am Freitag hatte der ebenfalls in Dortmund beheimatete Volkswohl Bund erklärt, die laufende Verzinsung für klassische Rentenversicherungen auf 2,8 Prozent zu erhöhen, bislang waren es 2,6 Prozent, im Jahr davor 2,25 Prozent. Die neueste Erhöhung fällt also auch beim Volkswohl Bund etwas dezenter aus als beim Jahreswechsel 2022/2023. Mit Schlussgewinnen und einer Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven ergibt sich ab 2024 eine Gesamtverzinsung von rund 3,4 Prozent.

Bei Kunden, die über die indexgebundene Rentenversicherung „Klassik Modern“ zum Teil auch im Kapitalmarkt investiert sind, steigt die laufende Verzinsung auf 3,25 Prozent, nach zuvor 3,05 Prozent. Hinzu kommt eine Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven, die weiterhin 0,15 Prozent beträgt.

Dietmar Bläsing, Vorstandssprecher der Volkswohl Bund Versicherungen, begründete die erneute Zinserhöhung damit, dass sich die Zinsen für Neuanlagen 2023 weiter erhöht hätten – „davon sollen auch unsere Versicherten profitieren“, so Bläsing.

Öffentliche Braunschweig bietet noch Klassik-Verträge im Neugeschäft an

Unterdessen hebt auch die Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig ihre laufende Verzinsung für 2024 auf 2,75 Prozent an (Vorjahr 2,5 Prozent). Unter Berücksichtigung der Schlussüberschussanteile ergibt sich den Angaben zufolge eine gesamte Verzinsung von bis zu 3,6 Prozent. Dies sei bereits die zweite Erhöhung in Folge, von der die Kunden profitierten, teilte der niedersächsische Regionalversicherer am Montagabend mit. Als einer von wenigen Lebensversicherern in Deutschland bietet die Öffentliche Braunschweig auch für Neukunden noch klassische Verträge an. Zusätzlich hat die Öffentliche auch renditestärkere Invest-Produkte mit ETF-Anteilen sowie Mischformen im Portfolio, die je nach Risikobereitschaft individuell gestaltet werden können.

Autor: VW-Redaktion

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