Bilanz: Allianz und Swiss Re übertreffen Gewinnerwartungen
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Die Allianz und Swiss Re überraschen die Analysten mit der Jahresbilanz 2022. Quelle: Allianz / mv

Analysten hatten im Vorfeld eher schlechtere Zahlen erwartet: Die Allianz hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Rekordgewinn von 14,2 Mrd. Euro abgeschlossen, einem Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg um 2,8 Prozent auf 152,7 Mrd. Euro. Zudem schloss die Swiss Re das abgelaufene Jahr ebenfalls unerwartet mit einem Gewinn ab.

Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 13,7 Mrd. Euro gerechnet. Der Konzern selbst hatte im Herbst seine Ziele leicht auf eine Gewinnspanne zwischen 13,4 und 14,4 Mrd. Euro angehoben. Demnach soll die Dividende für 2022 auf 11,40 Euro je Aktie (2021: 10,80 Euro) steigen. Die Prämieneinnahmen stiegen um 2,8 Prozent auf 152,7 Mrd. Euro. Ein wachsendes Geschäft und steigende Preise in der Schaden- und Unfallversicherung hätten die niedrigeren Erfolgsprovisionen der Asset-Management-Töchter Pimco und Allianz Global Investors mehr als wettgemacht, heißt es bei der Allianz.

„Mit unseren Rekordergebnissen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis im Jahr 2022 hat die Allianz ihre Position als eines der weltweit größten, widerstandsfähigsten und vertrauenswürdigsten globalen Finanzinstitute gefestigt. Unsere Leistung ist das Ergebnis eines durchdachten Ansatzes, einer zuverlässigen Umsetzung, sowie einer konsequenten Vereinfachung und eines disziplinierten Kapitalmanagements. Auch die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Markenstärke erreichten neue Höchstwerte. In einer unberechenbaren Zeit und einer Welt mit wachsenden Risiken und gesellschaftlichen Ungleichgewichten nutzen wir mit großer Überzeugung die Größenvorteile der Allianz zum Wohle unserer Kundinnen und Kunden, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Aktionärinnen und Aktionäre.“

Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE

Die Schaden-Kostenquote lag bei 94,2 Prozent (2021: 93,8 Prozent), was die Münchener vor allem auf die Auswirkungen höherer Basisschäden im Zusammenhang mit der Normalisierung der Schadenhäufigkeit und eine höhere Schadeninflation zurückführen.

Swiss Re überrascht mit Gewinn

Im dritten Quartal 2022 vermeldete der Schweizer Rückversicherer Swiss Re noch tiefrote Zahlen: Dank eines starken Schlussspurts in den letzten drei Monaten des Jahres schafften die Eidgenossen dennoch den Turnaround und schlossen das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 472 Mio. US-Dollar (2021: 1,44 Mrd. US-Dollar).

In der Kompositsparte belastete vor allem die Schadenbilanz von 2,7 Mrd. US-Dollar das Ergebnis. Vor allem durch Hurrikan „Ian“, Überschwemmungen in Australien und Südafrika, Hagelstürme in Frankreich, Winterstürme in Europa und den USA sowie eine Reihe kleinerer Ereignisse. Die Combined Ratio lag 2022 bei 102,4 Prozent.

„2022 war ein Jahr voller Herausforderungen, geprägt durch den Krieg in der Ukraine, steigende Inflation, die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und hohe Naturkatastrophenschäden. Wir sind diese Herausforderungen proaktiv angegangen und haben gleichzeitig unsere sehr starke Kapitalausstattung erhalten. So konnten wir bei der Erneuerungsrunde im Januar die attraktiven Marktbedingungen nutzen und an unserer ordentlichen Dividende festhalten.“

Christian Mumenthaler, Vorstandsvorsitzender der Swiss Re

Für 2023 strebt die Gruppe einen Gewinn von mehr als drei Mrd. US-Dollar an, gestützt auf attraktive Marktbedingungen, den zu erwartenden Rückgang der COVID-19-Schäden, höhere Zinsen und Kostendisziplin. Zudem will der Verwaltungsrat auf der Generalverammlung der Swiss Re im April die Zahlung einer Dividende von 6,40 Franken je Aktie vorschlagen, einem Anstieg von 50 Rappen gegenüber dem Vorjahr.

Die detaillierten Bilanzzahlen der Allianz und der Swiss Re lesen Sie in der Montagsausgabe des Tagesreports.

Autor: VW-Redaktion

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