Versicherer leiden 2021 unter Corona und den Naturkatastrophen
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GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Quelle: GDV

Die Naturkatastrophen haben 2021 zum teuersten Schadenjahr für die deutschen Versicherer gemacht. Erstmals seit 2013 schrieben die Unternehmen aus dem Bereich Schaden- und Unfallversicherung im vergangenen Jahr unterm Strich rote Zahlen. Gleichzeitig verbuchte die Branche über alle Sparten hinweg ein Beitragsplus von 1,1 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) auf 223,4 Mrd. Euro.

Allein die Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 ist mit versicherten Schäden von über acht Mrd. Euro die teuerste Katastrophe dieser Art in Deutschland überhaupt (2020: 2,0 Mrd. Euro). Die Schaden-Kostenquote stieg deutlich auf 102 Prozent (Vorjahr: 90,7 Prozent). Die Beitragseinnahmen in der Sachsparte stiegen leicht um 2,2 Prozent auf 76,6 Mrd. Euro.

„Angesichts der Rekordschäden ist das immer noch ein vorzeigbares Ergebnis. Es verdeutlicht: Versicherer können auch solche extremen Schäden schultern – und erfüllen ihre Aufgabe.“

Wolfgang Weiler, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Die Beitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds beliefen sich 2021 auf rund 102 Mrd. Euro (minus 1,4 Prozent). Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf ein leicht reduziertes Einmalbeitragsgeschäft (minus 4,7 Prozent auf 36,5 Mrd. Euro). Die laufenden Beitragseinnahmen legten leicht auf 65,3 Mrd. Euro zu.

Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherungsunternehmen stiegen 2021 um fünf Prozent auf 45,0 Mrd. Euro. Mit 40,5 Mrd. Euro entfällt davon der Großteil auf die Krankenversicherung, das ist ein Plus von 4,7 Prozent. In der Pflegeversicherung lagen die Einnahmen bei 4,5 Mrd. Euro, ein Anstieg von 7,3 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 erwarten die Versicherer ein Beitragswachstum zwischen drei und fünf Prozent.

Autor: VW-Redaktion

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