Hannover Rück bestätigt Gewinnziel trotz Schadenanstieg

Die Hannover Rück präsentiert die Q3-Zahlen.. Quelle: Hannover Rück

“Solide Zahlen” beim Rückversicherer der Talanx-Gruppe. Die Hannover Rück hat ihren Nettokonzerngewinn in den ersten neun Monaten 2021 um 28 Prozent gesteigert. Trotz “hoher Großschadenbelastungen” im dritten Quartal werde das Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr erreicht. Gleichzeitig wurde die Zielmarke für 2022 bekannt gegeben.

Die Unwetter der letzten Zeit sind an der Hannover Re nicht spurlos vorbeigezogen. “In den vergangenen Monaten hatten Erst- und Rückversicherer überdurchschnittlich hohe Belastungen aus Wirbelstürmen, Überschwemmungen und anderen Katastrophen zu verarbeiten”, sagt Jean-Jacques Henchoz, Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. Das “solide Neunmonatsergebnis” beweise die Resilienz der Hannover Rück in einem “volatilen Umfeld”.

Die Bruttoprämie wächst währungskursbereinigt um 14 Prozent, gleichzeitig steigt die Schaden-Kostenquote wegen der hohen Naturkatastrophenbelastungen auf 97,9 Prozent. Die Kapitalanlagerendite von 2,9 Prozent “übertrifft den Zielwert”, der Nettokonzerngewinn verbessert sich um 28 Prozent.

Q2-Zahlen der Hannover Rück – Quelle: Unternehmen

Schneller Umschwung

Das zurückliegende Jahresviertel war für das Unternehmen nicht einfach, trotzdem obsiegt der Optimismus. „Das dritte Quartal hat uns einmal mehr gezeigt, wie schnell sich ein unerwartet schadenarmer Jahresverlauf ins Gegenteil kehren kann“, sagt Henchoz. Dennoch sehe man sich in der Lage, das “Gewinnziel für 2021 zu erreichen.“

Die Erwartungen für das Jahr 2022 sind groß. Es wird ein Nettokonzerngewinn von 1,4 Mrd. Euro bis 1,5 Mrd. Euro erwartet. Die Kapitalanlagerendite sollte “mindestens 2,3 Prozent erreichen” und das währungskursbereinigte Wachstum der Konzernbruttoprämie “mindestens fünf Prozent” betragen. “Das profitable Wachstum und unser erfolgreiches Zyklusmanagement in den letzten Jahren werden im Geschäftsjahr 2022 zu einem deutlichen Ergebnisanstieg führen“, prophezeit Henchoz.

Er rechnet damit, dass sich die Belastungen aus der Covid-19-Pandemie  im Bereich Personen-Rückversicherung aufgrund des zunehmenden Impffortschritts deutlich reduzieren und die “zugrundeliegende gute Ertragskraft” des Geschäfts sich “wieder im Ergebnis niederschlägt”.

Autor: VW-Redaktion

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