Getsafe erhält Bafin-Lizenz
 VWheute Sprint 

Christian Wiens, CEO Getsafe, Quelle: Getsafe.

Neuer Schritt für das Insurtech Getsafe: Die Heidelberger haben von der Finanzaufsicht Bafin die Lizenz für die Schaden- und Unfallversicherung erhalten. Damit startet der erste Sachversicherer in Deutschland, seit die Bafin zum Jahreswechsel die Anforderungen an Neuzulassungen verschärft hat.

Das Heidelberger Start-up hatte den Antrag für die Versicherungslizenz bereits im vergangenen Jahr gestellt, berichtet das Handelsblatt. Die ersten Produkte sollen laut Bericht eine Haftpflicht-, eine Hausrat- sowie eine Hundehaftpflichtversicherung sein.

„Umso mehr freuen wir uns, dass die Finanzaufsicht die Genehmigung erteilt hat. Wichtig war der Bafin, dass wir im Versicherungsgeschäft profitabel arbeiten und neue Sparten zeitnah in die Gewinnzone bringen können. Daneben wollte die Aufsicht sehen, dass wir über genügend Eigenkapital verfügen, um in das Wachstum und den weiteren Aufbau der IT-Systeme investieren zu können“, wird Getsafe-Gründer Christian Wiens zitiert. „Künftig werden wir die Bearbeitungsdauer von Schäden deutlich verkürzen und mehr Services per App bieten“, ergänzt Muhyddin Suleiman, Vorstandschef des neuen Sachversicherers.

Das Heidelberger Insurtech hatte erst Anfang Oktober 2021 seine Series-B-Finanzierung um knapp 55 Mio. Euro auf nun 80 Mio. Euro erweitert. Zu den neuen Investoren gehören einige der größten Family Offices aus Deutschland und der Schweiz, darunter Abacon Capital. Bestehende Investoren wie Earlybird, CommerzVentures und Swiss Re beteiligten sich ebenfalls.

„Das Geld fließt mehrheitlich in Wachstum: In den kommenden 24 Monaten wollen wir die Mitarbeiteranzahl auf 300 verdoppeln, in andere europäische Märkte eintreten (Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande und Österreich sind im Gespräch). Außerdem wollen wir weitere Produkte und weitere Features für die App entwickeln. Der andere Teil des Geldes dient als Eigenkapitalausstattung für den eigenen Sachversicherer“, betonte eine Unternehmenssprecherin gegenüber VWheute.

Autor: VW-Redaktion

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